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Elmshorner Nachrichten

09. Dezember 2016 | 05:03 Uhr

Veranstaltungsreihe gestartet : Gelungener Auftakt im Haus 13

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Veranstaltungsreihe „Musikszene in Elmshorn“ begeistert das Publikum mit Hip-Hop-Grooves und Indie-Alternative.

Elmshorn | Die Stimmung hätte am Sonnabend im Haus 13 nicht ausgelassener sein können. Das ausverkaufte Konzert der beiden Elmshorner Bands „NGSSGN“ und „Ember Rose“, das als Gemeinschaftsprojekt von Haus 13, Musik Hofer und den Elmshorner Nachrichten initiiert wurde, zog zahlreiche Menschen, von jung bis alt, von Hip-Hop Fans bis Indierock-Begeisterte, von Neugierigen bis zu Freunden und Nachbarn in die charismatische Bühnenwelt des Haus 13. Das Programm hätte dabei nicht unterschiedlicher sein können.

Soulige Hip-Hop-Grooves standen dabei den fetzigen und stimmungsgeladenen Songs des Indie-Alternative gegenüber. Doch nicht nur die unterschiedlichen Stilrichtungen unterscheiden das Hip-Hop Duo „NGSSGN“ von der fünfköpfigen Band „Ember Rose“. Die sind nämlich schon „alte Hasen“ in der Elmshorner Musikszene und gründeten sich bereits im Jahr 2012 unter dem Namen „Burning Jim Stone“.

Die beiden Hip Hopper Jeff Aygemang und Christmas Mpondo sind hingegen noch „Frischlinge“ im regionalen Musikleben. Sonnabend zeigten sie im Haus 13 aber, dass sie durchaus Potenzial zu mehr haben. Man muss dazu sagen, dass Rap und Hip-Hop nicht jedermanns Sache sind, eher ein Stil, dem viele Leute auf Grund seiner klaren Worte oftmals ablehnend gegenüber stehen. Jeff und Christmas ist diese Problematik bewusst, und sie fegen sie ganz charmant aus dem Weg. Man merkt ihrer Performance auf der Bühne an, dass es nicht um Provokation und Auffallen geht, sondern viel mehr darum, ihre eigene Kultur, ihre eigenen Erfahrungen in das vielschichtige Gewand des Hip-Hop einzubetten. Dabei entstehen durch pfiffige und eingehende Beats sowie durch charakteristische Stimmen, die feinsten Rap illustrieren, Songs wie „So bad“ oder „Hand on me“.

Bei „Ember Rose“ ist die Sprache nicht minder wichtig. Frontfrau Marie Mühlhausen, die es liebt, mit dem Publikum zu kokettieren, singt sich bei den Songs ihre Gefühle von der Brust. Auch die vier weiteren Mitglieder Jan Knudsen, Luca Oelsner, Kilian Kirchhoff und Yannic Inselmann, gaben am Sonnabend alles. Nicht verwunderlich, denn für „Ember Rose“ war es der letzte Auftritt in diesem Jahr, schließlich zieht Drummer Kilian zum Studium aus Elmshorn weg. Wie es weiter geht ist daher noch unklar. Warum „Ember Rose“ in den letzten Jahren viel Erfolg in der regionalen Musikszene hatte, bewiesen die fünf Vollblutmusiker vor begeistertem Publikum.

Wenn Jan Knudsen seine Gitarre spielt, als wäre sie Teil seines Körpers, Kilian Kirchhoff mit dem Schlagzeug verschmelzen zu scheint und alle zusammen die Bühne zum Beben bringen, ist klar: Die können es. Aber es sind auch die Songs, die unglaublich gut komponiert sind und schon, während man sie zum ersten Mal hört, einen hohen Wiedererkennungswert haben. Gängige Harmonieschemata treffen auf raffinierte Gitarrensoli, die einmal die Tonleiter hoch-und wieder runterklettern, die Drums geben den perfekt getimten Beat, der zum Tanzen anregt, und über das instrumentale Gesamtkonstrukt legt sich Marie Mühlhausens eigenwillige und eingängige Stimme, die den Charakter der Songs beschließt. So begeisterten die beiden Bands „NGSSGN“ und „Ember Rose“ auf unterschiedliche Weise, aber ohne sich in die Quere zu kommen, das Publikum. Ein gelungener Auftakt der Elmshorner Musikszene.

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erstellt am 31.Okt.2016 | 16:02 Uhr

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