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Elmshorner Nachrichten

28. März 2017 | 04:30 Uhr

Freibad-Umkleidehaus: Neubau im Süden oder Norden?

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Elmshorn | Langsam drängt die Zeit und die Stadtwerke Elmshorn als Betreiber des Freibades geben entsprechend Gas: Es muss der Weg für eine neue Traglufthalle und ein neues Gebäude für die Umkleide-, Dusch- und Sanitär- und Technikräume geebnet werden. Beides muss zum Beginn der nächsten Herbst/Winter-Saison fertig sein.

Über den Stand der Dinge informierte der Stadtwerkedirektor Sören Schuhknecht die Politiker im zuständigen Ausschuss während ihrer jüngsten Sitzung. Eigentlich sollte dies hinter verschlossenen Türen stattfinden, doch auf Antrag des Ausschussmitglieds Siegfried Golz (CDU) sprachen sich die Vertreter alle Fraktionen für eine öffentliche Darstellung des Sach standes aus.

Noch stehe nicht fest, ob der alte Umkleidetrakt abgerissen und an gleicher Stelle neu aufgebaut werde oder südlich des Beckens und des Bademeisterhauses in unmittelbarer Nähe des Freibad-Zugangs ein Neubau entstehe. Man habe sich vorerst, so der Stadtwerkechef weiter, gemeinsam mit Vertretern der Schwimmvereine und des Architekten auf einen Neubau an alter Stelle mit etwa 550 Quadratmetern Fläche geeinigt. Gegen einen Neubau im Süden habe vor allem der Denkmalschutz Bedenken angemeldet, denn das Bademeisterhaus aus den 50er-Jahren mit seinem markanten Kragdach ist ein besonderes Kulturdenkmal.

Allerdings halten die Experten der Stadtwerke einen Standort für die Umkleide- und Duschräume am Freibadeingang, also südlich des Bademeisterhauses, nach wie vor für deutlich praktischer. Und: Wenn das alte Gebäude nördlich des Beckens für die Lüftungstechnik und als Abstellfläche größtenteils erhalten bleiben kann, könnte der Neubau im Süden "deutlich kleiner" als die bislang vorgesehenen 550 Quadratmeter ausfallen.

Deshalb soll noch einmal mit der Denkmalschutzbehörde über den Plan gesprochen werden. Schuhknecht: "Wir planen momentan auf der Nordseite, können aber relativ schnell auf die Südseite umstellen." Es gehe, so der Stadtwerkedirektor, keine Zeit bei der Verwirklichung des Projektes verloren. Sollte es möglich sein, im Süden des Freibades zu bauen, müssten allerdings drei Bäume gefällt werden. Dafür gebe es dann aber auf dem Gelände Ersatzpflanzungen.

Schuhknecht sprach sich dafür aus, künftig die Wasseraufbereitung für das kleine Lehrschwimmbecken und das große 50-Meter-Becken zu trennen. Dann könne die Wassertemperatur genauer entsprechend den unterschiedlichen Nutzerwünschen gesteuert werden. Und noch eine Neuerung ist vorgesehen: Es sollen abschraubbare Startblöcke angeschafft werden. Der Grund: Das große Becken soll für den besseren Auf- und Abbau einer neuen Traglufthalle begehbar abgedeckt werden. Das Ganze hat zudem einen äußerst großen Spareffekt: Das Schwimmbecken muss für den Auf- und Abbau der Hülle nicht leergepumpt, später wieder mit Frischwasser gefüllt und dann erneut aufgeheizt werden.

Die Anregung des Ausschussmitgliedes Silke Pahl von der WGE/Die Grünen, generell nachts das Schwimmbecken im Freibad abzudecken, um Energiekosten zu sparen, soll geprüft werden. Eine nicht ganz so einhellige Zustimmung fand ihr Parteikollege und Ausschussvorsitzende Peter Hölzel mit seinem nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag "wir können ja mal als Ausschuss ein Probebaden machen". Vielleicht überlegen sich die Politiker das aber noch einmal, denn eine Bürgerfragestunde im Wasser - das hat es noch nie gegeben und könnte sich vielleicht als ein probates Mittel gegen Politikverdrossenheit herausstellen.

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erstellt am 16.Feb.2013 | 08:07 Uhr

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