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Elmshorner Nachrichten

09. Dezember 2016 | 12:38 Uhr

Frauenhaus: Anbau ist in Gefahr

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Entscheidung Land wird Zuschuss nicht erhöhen / Sanierung erst 2017

Keine guten Nachrichten für das Elmshorner Frauenhaus: Die erforderliche Sanierung von Fenstern, Türen und Sanitäranlagen wird in diesem Jahr nicht mehr in Angriff genommen. Und der geplante Anbau, um die räumliche Situation in der Einrichtung zu verbessern, ist in Gefahr, liegt erstmal auf Eis.

Der Grund: Das Land hat der Stadt Elmshorn schriftlich mitgeteilt, dass es nicht bereit ist, mehr Geld für das Elmshorner Frauenhaus zur Verfügung zu stellen. Das teilte Stadtrat Dirk Moritz im Sozialausschuss mit. Für ihn steht fest, dass Unterhaltung und Betrieb des Frauenhauses zu „100 Prozent“ Landesaufgaben seien. Besitzer der 20 Jahre alten Immobilie ist die Stadt. Das Frauenhaus ist Mieter – und zahlt dafür. Das Land bezuschusst die Einrichtung zurzeit mit 375  930 Euro im Jahr. Es gibt 28 Plätze für Frauen und Kinder, die dort in Krisensituationen Schutz finden.

Zwölf Quadratmeter für vier Personen bei voller Belegung: Dass bei den Raumkapazitäten dringender Handlungsbedarf besteht, ist politisch unstrittig. Doch wer soll den gewünschten Anbau bezahlen? Die Kosten liegen bei zirka einer Million Euro. Elmshorns Stadtrat will noch einmal in Kiel insistieren. „Das Land ist in der Pflicht. Es stiehlt sich aber bisher aus seiner Verantwortung.“ Den weit überwiegenden Teil der Investitionskosten müsse das Land übernehmen. Ansonsten seien nur Verbesserungen im Bestand möglich. Der große Wurf: Diskutiert wird seit drei Jahren. Seite 3

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