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Elmshorner Nachrichten

05. Dezember 2016 | 09:39 Uhr

Fantastische Stimmung an Bord

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Konzert Zwei Bands spielten Sonnabend auf der Klostersande / 1200 Euro für den Unterhalt des Schiffes gesammelt

Die Klostersande ist hell erleuchtet, Menschen tummeln sich um das Schiff und an Deck, Gelächter und Stimmen, leise Instrumententöne klingen aus dem Bauch des alten Getreidedampfers.

Am Sonnabend verwandelte sich die Klostersande wieder in eine Konzertbühne. Die Elmshorner Bands „Sonic Cookies“ und „Billy and the Flyingboys“ spielten ein Benefizkonzert zu Gunsten des Fördervereins der Klostersande, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den alten Handelsdampfer als Eventlocation im Elmshorner Hafen zu erhalten. Wie gut dieses Konzept aufgeht, war am Sonnabend live zu erleben.

Die zahlreich erschienenen Besucher drängten sich im Schiffsbauch, einige an Tischen, manche standen lieber, andere machten es sich im hinteren Teil des Dampfers gemütlich und ließen sich von Blecherbläsersounds, Soulstimmen, Schlagzeugbeats und Gitarrenklängen durch den Abend tragen. Gemütlich, urig, unkompliziert, locker: Genau so stellt man sich einen Ort für gute Musik, gute Gespräche und gute Stimmung vor.

Die „Sonic Cookies“ begrüßten das Publikum mit „Funk & Soul im Big Band-Format“, alte Klassiker aus den 60ern, 70ern und auch das ein oder andere moderne Stück standen auf dem Programm. Der Sound? Gigantisch. Eine tolle Soulstimme, gepaart mit all den Harmonien und Facetten, die eine Big Band so bieten kann, sorgte für eine ausgelassene Stimmung an Bord.

Nicht weniger souverän führte die Band „Billy and the Flyingboys“, deren Mitglieder Peter Wulff-Thießen (Gitarre/Gesang), Peter Werner (Schlagzeug), Hartmut Sawatzky (Bass/Gesang) und Volker Heitmann (Gitarre/Gesang) das erste Mal nach drei Jahren wieder auf der Bühne standen, das musikalische Programm weiter. Vier Akkorde, ein eingängiger Text, die raue Männerstimme, die „Lola“ besingt und schon ließen sich die ersten Musikfans zum Tanzen hinreißen. Die Stimmung: fantastisch. Der Ort: besonders.

Irgendwie kommt man nicht darum herum, sich in das Gesamtkonzept zu verlieben. Ausgelassen und unbeschwert konnte sich an diesem Abend jeder zu guter Musik bewegen, mit seinem Sitznachbarn klönen oder auch ein kühles Getränk genießen, an Deck oder unter Deck.

Genauso sollte sich ein guter Musikabend anfühlen. Es braucht keinen lupenreinen, glitzernden Konzertsaal, sondern nur einen Ort mit Charme. Die Klostersande hat diesen allemal, mit ihren alten Wänden, den so viel belaufenen Holzdielen, dem Blechdach und dem klappernden Steg. Am Ende würdigte das Publikum diesen Ort mit rund 1  200 Euro Einnahmen durch den Kartenverkauf. Das Geld kommt dem Förderverein zugute, der daran arbeitet, die Klostersande als Eventlocation zu festigen. Eine kleine Hürde ist dabei schon genommen worden: Endlich hat die Klostersande voll funktionsfähige Toiletten.

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erstellt am 17.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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