zur Navigation springen

Elmshorner Nachrichten

09. Dezember 2016 | 22:23 Uhr

Susanne Berger im Interview : „Fantasieren mit Stift und Pinsel“ - die Elmshorner Illustratorin über Kindermalkurse am „Forum Baltikum–Dittchenbühne“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

shz.de sprach mit der Künstlerin über ihre Aktivitäten auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendförderung.

Elmshorn | Seit mehr als zehn Jahren führt die Elmshorner Illustratorin Susanne Berger am „Forum Baltikum – Dittchenbühne“ Mal- und Zeichenkurse für Kinder durch. shz.de sprach mit der Künstlerin über ihre Aktivitäten auf diesem Gebiet.

Susanne Berger wurde 1965 in Eutin geboren und hat eine Lehre im Bereich Visuelles Marketing absolviert sowie erste Berufserfahrungen in diesem Bereich gemacht. Es folgte ein Illustrationsstudium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Seit 1998 ist Susanne Berger freiberuflich tätig – etwa für Firmen, Behörden und Verlage. Seit 2003 leitet sie Mal-und Zeichenkurse für Kinder und Erwachsene. 2008 und 2009 erschien in Zusammenarbeit mit der Autorin Bengta Reich das von ihr illustrierte Bildersachbuch „Fina & Freddy entdecken Elmshorn“.

Sie leiten nun schon seit geraumer Zeit Kurse innerhalb der Kindermalschule am „Forum Baltikum – Dittchenbühne“. Wie kam es dazu?
Susanne Berger:
Der Kontakt zur Dittchenbühne entstand vor gut einem Jahrzehnt. Ich suchte damals nach Wegen, speziell Kindern die Lust am Malen und am Zeichnen zu vermitteln. Und die Dittchenbühne wollte ihr Kursangebot um weitere kreative Angebote erweitern. Da waren wir uns schnell einig: Es war sozusagen der Beginn einer wundervollen Zusammenarbeit.

Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihren Malkursen?
Es geht immer um die Freude am Gestalten. In der Malschule an der Dittchenbühne entdecken Kinder ab fünf Jahren den Spaß am Fantasieren mit Stift und Pinsel. Nach den unterschiedlichsten Themen, etwa aus der Natur und der Umwelt, wird gezeichnet, gemalt, geklebt, gebastelt, wird mit Farben und Formen experimentiert – und schließlich sind viele kleine, präsentable Kunstwerke entstanden.

finafred

Wie läuft so ein Malkurs ab?
In den Kursen werden verschiedene Techniken vermittelt. Am wichtigsten ist mir, die Fantasie der Kinder „anzuklicken“ – beim Erarbeiten eines Themas, beim Durchspielen von ganz unterschiedlichen Ideen und dabei, Themen und Ideen aufs Papier zu bringen. Dabei werden das Skizzieren einer Idee und bestimmte Techniken erprobt, damit ein fertiges Original entstehen kann. Wir malen mit Tusche, mit Acryl- oder mit Binderfarben, aber auch Wachs-, Bunt- und Filzstifte kommen zum Einsatz. Präsentiert werden die Arbeiten der kleinen Künstler am Ende eines jeden Kurses in einer Ausstellung für Eltern, Verwandte und Freunde in den Räumlichkeiten der Dittchenbühne.

 

Was lernen die Kinder dabei – „nur“ Mal- und Zeichen-Techniken?
Die Kinder lernen beim bildnerischen Gestalten über die jeweiligen Techniken hinaus, selbstständig zu arbeiten und sich selbst kreativ auszudrücken, eigene Fantasien aufs Papier zu bringen und sie so anderen mitzuteilen. Sie erwerben also, wenn man so will, gestalterische Kompetenzen. Aber mehr noch: Kinder können beim Malen und Zeichnen weitere Fähigkeiten erlernen – beispielsweise, was die Feinmotorik angeht, die Kreativität oder die Kommunikation. Und das alles spielerisch und mit viel Spaß.

Ist die Idee der Malschule noch weiter ausbaufähig?
Natürlich. Zum einen, was die Teilnehmer angeht – denn das Erlernen von Kreativtechniken ist natürlich auch etwas für Jugendliche und Erwachsene. Aber auch, was Formen und Inhalte angeht. Da bin ich immer dabei, mir etwas Neues einfallen zu lassen – und ich weiß, dass die Dittchenbühne für neue Ideen auch immer offen ist.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 11.Aug.2016 | 16:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen