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Elmshorner Nachrichten

08. Dezember 2016 | 23:15 Uhr

Fabian rappt sich cool zu Samu

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Voice of Germany 18 Jahre alter Neuendorfer erreicht bei Castingshow die zweite Runde / Nächster Auftritt am 24. November

62 Sekunden. Dann rauscht Samu Habers Hand auf den Buzzer. Der Stuhl des Finnen dreht sich in Richtung Bühne, in Richtung Fabian Blesin. Der 18-Jährige lächelt, registriert sofort, dass er es geschafft hat. The Voice of Germany: Der junge Mann aus Neuendorf hat bei der Castingshow von ProSieben/Sat  1 am Donnerstagabend die „Blind Auditions“ erfolgreich bestanden. Auch Yvonne Catterfeld will diese Stimme, diesen Sänger in ihrem Team haben. Doch Blesin zögert nur wenige Sekunden, dann fällt er seine Entscheidung: „Ich gehe mit Samu.“ Der Coach springt auf, jubelt. Mit dem Song „Stressed out“ von den Twenty One Pilots rappt er sich zum Frontmann der Band „Sunrise Avenue“.

Jetzt geht es für Fabian ins direkte Duell, in die Battles. Am Donnerstag, 24. November, tritt er gegen seine Teamkollegin Laura Ritter an. Er muss sie schlagen, rauswerfen – sonst ist sein Traum von der Karriere als Musiker schon wieder vorbei.

„Musik bedeutet für mich, eine andere Welt zu betreten“, sagt der Neuendorfer, bevor er zum ersten Mal in seinem Leben – im Schlabber-Look mit einem zu groß geratenen T-Shirt – eine Show-Bühne betritt, vor einem Millionenpublikum singt. Backstage drücken sein Vater, Schwester Marie und der große Bruder Jonas – nicht nur sein musikalisches Vorbild – ganz fest die Daumen. Und der Opa, der nicht dabei sein kann, weil er mit den Glückstädter „Fischerjungs“ einen Auftritt hat, schickt noch eine Videobotschaft in die Hauptstadt.

Die Castingshow, die Millionenstadt – keine Frage, für Fabian ist das ganze Paket ein riesen Abenteuer. „Du wachst im Hotelzimmer auf, die Straßen die Hochhäuser.“ 912 Einwohner: Der Junge kommt vom Dorf. „Da gibt es mehr Tiere als Menschen“, sagt Fabian. Er liebt das, kann sich nicht vorstellen, in der Großstadt zu leben.

Sein Aufritt: Super nervös sei er gewesen, räumt er hinterher ein. Von Samu gibt es trotzdem ein dickes Lob. „Du hast den Song super mutig und cool gemacht“, sagt der Finne. Catterfeld schwärmt: „Ich mag deine Stimmfarbe. Ich möchte dir helfen, mit noch mehr Selbstbewusstsein zu performen.“ Daraus wird nichts. Fabian will für Samu den Voice-Titel 2016 holen.

Smudo und Michi, Deutschlands Vorzeige-Rapper von den Fantastischen Vier, sind sich uneins in der Bewertung. „Ich hätte gedrückt“, sagt Smudo. Michi hat’s verhindert. „Im Gesang hat die Sicherheit gefehlt“, lautet die Kritik. Das sieht Coach Andreas Bourani auch so. Er drückt den Buzzer ebenfalls nicht.

Fabian ist es egal. Am Ende seines Songs stößt er einen Freudenschrei aus, reißt die Arme nach oben. Er ist dabei. Es geht weiter – und Samu gehörte von Anfang an zu seinen Favoriten bei den Coaches. Mit ihm will er die Battles bestehen.

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erstellt am 19.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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