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Elmshorner Nachrichten

10. Dezember 2016 | 11:59 Uhr

Von der Schulbank in den Chefsessel : Erik Sachse ist neuer Leiter der Beruflichen Schule Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Vor 24 Jahren absolvierte er an der gleichen Schule, die er jetzt leitet, seine Tischlerlehre.

Elmshorn | Er sei jetzt wieder zuhause angekommen, für ihn persönlich ein echter Glücksfall: Die Freude – gemischt mit einem Fünkchen Stolz – ist Erik Sachse bei seiner feierlichen Amtseinführung anzusehen. Vor 24 Jahren absolvierte er an der Beruflichen Schule in Elmshorn seine Tischlerlehre. Gestern wurde er als neuer Leiter eben dieser Bildungseinrichtung, die inzwischen den Beinamen Europaschule trägt, der Öffentlichkeit vorgestellt. Aber nicht nur das: Es erfolgte auch die symbolische Schlüsselübergabe für den fast zehn Millionen Euro teuren Neubau des Werkstattgebäudes.

Die Berufliche Schule Elmshorn besteht aus mehrere Bereichen: Unter anderem dem Beruflichen Gymnasium, an dem junge Menschen ihr Fachabitur erreichen können. Außerdem gehören zu dem Komplex noch die Berufsschulen für so unterschiedliche Ausbildungen wie Friseur, Florist, Hotelfachmann, Maler oder Feinmechaniker. Ein weiterer Bereich sind die Berufsfachschulen für die Fachrichtungen Wirtschaft sowie Gesundheit und Ernährung. Sie bieten Schülern mit Hauptschulabschluss die Möglichkeit, in zwei Jahren den Realschulabschluss zu erwerben. Eine Außenstelle ist die Berufsschule Agrarwirtschaft in Ellerhoop-Thiensen. Der angestrebte Abschluss hier: staatlich geprüfter Wirtschafter im Gartenbau in verschiedenen Fachrichtungen.

Sachse ist gebürtiger Hamburger und wuchs in Elmshorn auf. Im Anschluss an seine Tischlerlehre studierte der heute 47-Jährige das Lehramt für Berufliche Schulen. Es folgte sein erstes Comeback an die alte Wirkungsstätte: Ab 2002 war er an der Beruflichen Schule als Referendar tätig. Parallel dazu unterrichtete er angehende Lehrer am Institut für Qualitätssicherung an Schulen Schleswig-Holstein. Vor vier Jahren kehrte Sachse seiner Heimatstadt den Rücken: Er wechselte als stellvertretender Schulleiter an die Walther-Lehmkuhl-Schule: das regionale Berufsbildungszentrum der Stadt Neumünster.

Mit einem Augenzwinkern bezeichnete Sachse diese Zeit gestern als „ein paar Jahre fremdgegangen“ und ergänzte: „Besonders freue ich mich natürlich über die Einweihung der neuen Werkstatt.“ Mit dem etwa 9,5 Millionen Euro teuren Neubau – die Planungen hatten im Juni 2013 begonnen, die Grundsteinlegung folgte am 5. Mai 2015 – verbessere sich „erheblich die Ausbildungssituation der Jugendlichen im Kreis Pinneberg“.

Unterricht in neuen Räumen: Die Schüler im Bereich der Metalltechnik bei der Arbeit.
Unterricht in neuen Räumen: Die Schüler im Bereich der Metalltechnik bei der Arbeit. Foto: Kleist
 

Auf 4600 Quadratmetern werden seit September in dem Neubau etwa 660 Auszubildende und Schüler in den Bereichen Holz-, Sanitär- und Metalltechnik unterrichtet. Finanziert wurde der Komplex vom Kreis Pinneberg. Für Landrat Oliver Stolz eine gute Investition: „Wir hoffen, durch eine gute Ausbildung möglichst viele Menschen in Arbeit zu bringen.“

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erstellt am 06.Okt.2016 | 10:00 Uhr

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