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Elmshorner Nachrichten

08. Dezember 2016 | 17:05 Uhr

Erweiterung : Emmausgemeinde investiert

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Anbau von Büroräumen ans Gemeindehaus kostet 150.000 Euro. Zuschuss vom Kirchenkreis und -gemeindeverband.

Elmshorn | Die Emmausgemeinde in Elmshorn baut das Gemeindezentrum der Thomaskirche aus. Anfang November haben die Baumaßnahmen begonnen. „Wenn alles planmäßig läuft, wird die insgesamt 150.000 Euro teure Baumaßnahme bis Ende Februar bezugsfertig sein“, kalkuliert Architekt Karsten Thee. Zur Vorgeschichte: Bis zum Abriss des Pastorats an der Fritz-Reuter-Straße 25 hatte die Kirchengemeinde dort ihr Gemeindebüro untergebracht und weitere Räume des Hauses an verschiedene Dienste und Werke des Kirchenkreises vermietet.

Nachdem diese nun nicht mehr zur Verfügung standen, musste die rund 4600 Gemeindeglieder starke Kirchengemeinde Platz für neue Büroräume finden. Innerhalb des Gebäudekomplexes an der Thomaskirche gab es vor dem Saal zur Straße hin gelegen eine Garage, deren Fläche vielleicht anders zu nutzen sei, überlegte Günter Szameitpreiks, stellvertretender Gemeinderatsvorsitzender der Emmausgemeinde. Man fragte Architekt Thee, ob eine Erweiterung des Gebäudes möglich sei und wie teuer das werden würde. Leider deckten sich die Vorstellungen der Kirchengemeinde nicht im entferntesten mit der Summe von 150.000 Euro, die der Architekt veranschlagte. Nun war guter Rat teuer und Szameitpreiks Wissen um Finanzierungswege gefragt.

Er setzte sich mit dem Kirchengemeindeverband (KGV) in Verbindung. Man kam überein, dass dieser sich an der Baufinanzierung beteiligen werde, da die Emmausgemeinde zugunsten des neu gebauten Kindergartens in der Fritz-Reuter-Straße auf ein 2400 Quadratmeter großes Grundstück verzichtet habe, aus dem sie Profite hätte ziehen und Mieteinnahmen generieren können. Der KGV wird nun die Last, die die Emmausgemeinde bei der Finanzierung zu tragen hat, im Verhältnis ein Drittel zu zwei Drittel kompensieren, sprich: 50.000 Euro für Emmaus, 100.000 Euro KGV.

Strukturanpassungsfonds

Nun wandte sich Szameitpreiks an den Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf und beantragte über den Strukturanpassungsfonds – er greift bei Verkleinerungs- oder Zusammenlegungsmaßnahmen in Kirchengemeinden – einen Zuschuss und bekam die Bewilligung über 40.000 Euro. So waren letztlich unter dem Strich nur noch 10.000 Euro für die Emmausgemeinde aufzubringen. Nach 1,5 Jahren von der Idee bis zur Freigabe konnte Szameitpreiks Architekt Thee endlich grünes Licht geben.

Die Garagenfront wurde geöffnet, die Fläche in Holzrahmbauweise geringfügig zur Breslauer Straße hin vergrößert. Das barrierefreie WC neben der Eingangstür wird leicht verschoben, der Eingang bleibt. Es entstehen ein Büroraum von knapp 22 Quadratmetern, ein Besprechungsraum mit 12,5 und ein Archiv mit 6,5 Quadratmetern. Die Vorderfront hat bodentiefe Fensterelemente. Von außen bekommt der Anbau eine Titanzinkverkleidung, die sich mit einem flachgeneigten Dach der Pastorat- und Kirchenoptik gut anpasst.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 12:15 Uhr

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