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Pendlerparkplatz : Elmshorner Parkplatz-Test geht nach hinten los

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kurzzeitparker nehmen Stellplätze am ehemaligen Sky-Markt kaum an, selbst an Markttagen ist die Anlage nicht voll ausgelastet.

Elmshorn | Der Aufschrei der Pendler war groß, als die Stadt im Dezember 2016 den ehemaligen Sky-Parkplatz an der Berliner Straße per Parkscheibe auf zwei Stunden Parkdauer beschränkte. Damit fiel ein kostenloser Stellplatz in Bahnhofsnähe weg. Die Stadt wollte in der Vorweihnachtszeit gezielt den Einzelhandel stärken, den Kunden kurze Wege in die Fußgängerzone ermöglichen. Jetzt liegen die Ergebnisse der vierwöchigen Testphase vor. Fazit: Der Schuss ging nach hinten los. Der Parkplatz wurde nicht, wie erhofft, von Kurzzeitparkern genutzt, um in der Innenstadt einzukaufen. „Das hat uns schon ein bisschen überrascht“, betont Christina Schötzow vom Flächenmanagement der Stadt.

Eine Begründung fällt auch ihr nicht leicht. „Viele Kurzzeitparker nutzten weiter die Parkplätze am Buttermarkt, obwohl sie kostenpflichtig sind.“ Dabei sei immer wieder kritisiert worden, dass es zu wenig kostenfreie Stellplätze im Innenstadtbereich gebe.

Der ehemalige Sky-Parkplatz sei selbst an Markttagen nicht voll ausgelastet gewesen. An anderen Tagen – immerhin in der umsatzstarken Adventszeit – sei die Stellplatzanlage fast leer gewesen. „Das sprang richtig ins Auge“, sagt Schötzow. Weitere Ergebnisse des Tests: Dauerparker seien zum Südufer ausgewichen, Pendler zum Parkplatz an der Kleiststraße und in die Straßen östlich des Bahnhofs.

Erneuten Versuch wird es nicht geben

Die Testphase ist abgeschlossen – und laut Stadt wird es auch vorerst keinen zweiten Versuchsballon geben. Zwischenlösungen könnten für Unruhe sorgen. Und die kann Elmshorn bei diesem eher heiklen Thema – Klagen gibt es von vielen Akteuren – gar nicht gebrauchen. Denn noch in diesem Jahr soll in Bereichen der Innenstadt ein Parkraummanagement greifen. Für ein entsprechendes Konzept will die Stadt 40.000 Euro investieren.

Parken in der City: Ein Büro hat die Situation analysiert. Kernaussagen: Die großen, kostenpflichtigen Parkplatzanlagen im zentralen Innenstadtbereich – Buttermarkt, Nordufer, Holstenplatz – sind auch in der morgendlichen Spitzenstunde nur zu maximal 50 Prozent ausgelastet. Die Parkplatzbereiche für Dauerparker sind überwiegend voll ausgelastet, teilweise sogar überlastet. Nur am Südufer und auf dem Parkplatz Kleiststraße sind noch Kapazitäten frei. Die Parkplätze im Straßenraum nördlich des zentralen Innenstadtbereichs sind fast immer voll belegt. Freie Plätze waren nur noch punktuell vorhanden.

Das beauftragte Planungsbüro wird die genauen Ergebnisse der Untersuchungen ausführlich am 13. März in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses – Beginn: 18 Uhr im Rathaus an der Schulstraße – vorstellen. Die Stadt möchte die Bürger in den Prozess mit einbinden, um eine möglichst hohe Akzeptanz zu erhalten. Zudem wichtig: Im Parkraumkonzept sollen die Entwicklungen im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen berücksichtigt werden. Für diesen Bereich sind weitere Detailuntersuchungen geplant. Insgesamt möchte die Stadt eine ganzheitliche Betrachtung der Verkehrssituation erreichen und ein Gutachten „aus einem Guss“ erarbeiten.

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erstellt am 07.Mär.2017 | 17:00 Uhr

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