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Elmshorner Nachrichten

03. Dezember 2016 | 01:25 Uhr

Beitragssatzung : Elmshorn: Zoff um Straßenbau in der Siedlung

vom

Auf Anwohner in der Elmshorner Siedlung kommen hohe Kosten zu.

Elmshorn | 39500 Euro.   Sabine Steffens wollte laut aufschreien, als  sie  den Brief der Stadt Elmshorn gelesen hatte.   Ihr 1200Quadratmeter großes Eckgrundstück   in der Elmshorner  Siedlung  grenzt an drei Straßen –  und die werden  komplett neu gebaut. „Wir müssen deshalb für 3600 Quadratmeter  Grundstück  Ausbaubeiträge bezahlen“,  klagt  Klaus-Dieter Steffens.  Das Ehepaar ist ein Stück weit verzweifelt.

Es rumort ganz gewaltig in  der Siedlung:  In der Grönlandstraße, der  Bornhöftstraße und  der Jündewatter Straße wird die Stadt bis Ende 2018 die Kanalisation erneuern und die aus ihrer Sicht maroden Straßen sanieren. Laut Satzung der Stadt Elmshorn  werden die direkten Anlieger  an den  Kosten für den  Straßenneubau beteiligt – mit bis zu  75 Prozent der Kosten.   Der Siedlerverein schlägt Alarm: „Für viele  ältere  Anwohner  ist dieser  Straßenbau existenzgefährdend“, sagt  der Vorsitzende des Siedlervereins, Uwe Reimers.  Sie hätten schlicht nicht das Geld, um die Forderungen der Stadt zu   begleichen.   Kritik gibt es vor allem an den gewaltigen Preissteigerungen. Laut Reimers mussten die  Anlieger  der Helgoländer  Straße und der Friedrich-Engels-Straße beim Ausbau   vor  sieben  Jahren zwischen 3000 und 5000 Euro pro 1000 Quadratmeter Grundstück zahlen. „Die Preise  haben sich mehr als verdoppelt“, sagt  Reimers.     Betroffene lassen  sich   von einem  Rechtsanwalt beraten. Klage nicht ausgeschlossen.

Die Stadt weist  darauf hin, dass sie für  die Kostensteigerung nicht die Verantwortung trägt. Sie sei der allgemeinen Preisentwicklung geschuldet. Die Erneuerung der Straßen sei ausgeschrieben und an den günstigsten Bieter vergeben worden.  „Die Stadt ist sich der  Belastung einzelner  Eigentümer durchaus bewusst“,  betont Stadtrat Dirk Moritz.  In schwierigen Fällen werde nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.  Bei der Dreifach-Erschließung handele es sich um einen Einzelfall.  Die Straßenausbaubeiträge  sorgen landesweit für Unmut. Eine Initiative aus Neumünster  will sie in Schleswig-Holstein  abschaffen.  Heute wird dafür in Kiel eine Petition an die Politik überreicht. 

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erstellt am 09.Nov.2016 | 12:22 Uhr

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