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Wenn Japaner Schnitzel essen : „Elmshorn liest“ mit Christoph Peters

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kulturtage: „Elmshorn liest“ mit Ausfahrt und Manga-Workshop. Autor Christoph Peters zu Gast.

Elmshorn | Ein Hauch von Fernost – mit norddeutschem Einschlag: Das sind die atmosphärischen Rahmenbedingungen für das kleine Literaturfestival „Elmshorn liest“. In diesem Jahr dreht sich vom 18. bis 23. September alles um den Roman „Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln“ von Christoph Peters. Noch ist das Organissationsteam um Kulturamtsleiterin Rita Schlieman mit dem Feinschliff beschäftigt, doch im wesentlichen steht das Programm.

Es ist eine humorvolle Geschichte mit viel Tiefgang, die Christoph Peters seinen Lesern anbietet: In einem verschlafenen Kaff an der Ostsee soll der japanische Ofensetzer Tatsuo Yamashiro für den Keramikkünstler Ernst Liesgang einen Anagama-Holzbrandofen errichten – streng nach japanischer Überlieferung. Und so wird Herr Yamashiro sogar von einer Köchin begleitet, die für sein Wohl sorgen soll. Immer wieder kommt es zu Komplikationen beim Bau. Und als wäre das nicht genug, entdeckt Herr Yamashiro zum Entsetzen seiner japanischen Begleiter seine Begeisterung für Mettbrötchen, Schnitzel, Kartoffeln und klaren Schnaps.

Die Idee zum Roman beruht auf einer wahren Begebenheit. Die Figur Ernst Liesgang hat ein reales Vorbild: Jan Kollwitz, Urenkel von Käthe Kollwitz. Er brennt tatsächlich an der Ostsee mit einem japanischen Anagama-Brennofen Keramik. Jan Kollwitz ist Gast der Eröffungsveranstaltung von Elmshorn liest 2017. Am 18. September kommt der Keramiker in die Buchhandlung Heymann. Er hält einen Vortrag über seine Arbeit mit dem japanischen Anagama-Brennofen. Dazu gibt es Musik und eine Lesung aus dem Roman.

Am 21. September ist eine Lesung in der Bücherstube Hainholz geplant. Martina Wichmann liest aus „Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln“. Zwei Veranstaltungen gibt es am 22. September. Im Roten Pavillon beim Klinikum Elmshorn lesen Silke Cords, Holger Niemann und Matthias Wichmann aus Christoph Peters Buch. Dazu gibt es Live-Musik. Eine weitere Lesung mit Musik ist in der Stiftskirche vorgesehen.

Das Programm am 23. September startet mit einer Lesung im Café Lykke (Alter Markt). Danach ist Autor Christoph Peters Gast der Abschlussveranstaltung der Literaturtage. Er liest aus seinem Roman und spricht anschließend mit EN-Redakteur Knuth Peñaranda über das Buch. Ob die Abschlusslesung wie gewohnt in der Sparkasse stattfinden kann, steht wegen geplanter Umbauarbeiten noch nicht fest. Alternative wäre die Stadtbücherei. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltet in jedem Fall Matthias Wichmann von der Bismarckschule mit Schülern.

Die Planungen

Weitere Veranstaltungen sind noch in Planung. So soll es eine Buttermarkt-Rallye unter dem Motto „Rund um die Kartoffel“ geben. Eine japanische Zeremonie ist passend zum Roma beim Kunstverein im Torhaus vergesehen. Die Stadtbücherei an der Königstraße will am 22. September einen Manga-Zeichenworkshop anbieten. Dozenten der Manga-Schule Hamburg sollen mit maximal 30 Teilnehmern arbeiten.

Wie bereits in den vergangenen Jahren gibt es zum Lesefestival auch eine Ausfahrt. Termin ist diesmal der 17. September. Die Reisegruppe fährt mit dem Bus nach Cismar (Grömitz) ins Kloster. Geplant ist unter anderem der Besuch der Werkstatt des Künstlers Jan Kollwitz. Dort kann der im Buch beschriebene Ofen besichtigt werden. Details zu den bereits feststehenden Programmpunkten sind im Internet auf der Homepage www.elmshorn-liest.de nachzulesen. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ich denke, es ist für jeden Literaturfreund etwas dabei“, sagt Rita Schliemann vom Kulturamt der Stadt Elmshorn.

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erstellt am 20.Apr.2017 | 16:10 Uhr

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