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Elmshorner Nachrichten

10. Dezember 2016 | 17:41 Uhr

Ein gelungener Tag ohne Halligalli : Elmshorn feiert den Apfel

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Streuobstwiesenfest: Tausende Besucher strömen zur langersehnten Neuauflage der Elmshorner Kult-Veranstaltung.

Elmshorn | Das hatten die Elmshorner offenbar vermisst: über eine Streuobstwiese schlendern, die Kinder bespaßen lassen, selbst probieren, pflücken und sich informieren und das alles unter dem Motto der Nachhaltigkeit. Die Neuauflage des Streuobstwiesenfests zog Tausende auf das Gelände im sonst stillen Winkel der Stadt an der Krückau.

„Wir waren um 10 schon überlaufen“, stöhnte ein sichtlich zufriedener Helmut Dürnberg vom Naturschutzbund (Nabu). Dort wurden Vogelhäuser und Buttons gebastelt. Anderswo gab es Marmelade zu probieren. Die Märchenerzählerinnen Andrea Marten und Barbara Tewes luden besonders die Erwachsenen in ihr Zelt ein. Achim Bock von der Meierei Horst ließ Milch verkosten, bei der CDU gab es Kekse und Kuchen. Bio-Bauernhöfe hatten Stände aufgebaut, es gab Schokoladen-Spezialitäten und Cider vom Fass.

Brigt und Katja Günther (r.) aus Herzhorn probieren sich durch eine üppige Marmeladen-Auswahl.
Brigt und Katja Günther (r.) aus Herzhorn probieren sich durch eine üppige Marmeladen-Auswahl. Foto: Roolfs
 

„Das ist schön für Elmshorn, nicht so ein Halligalli wie das Hafenfest“, lobte Petra Lohmann aus Elmshorn. Sarah-Lena Kayser war es vor allem wichtig, ihren Kindern zu vermitteln, wo die Lebensmittel herstammen. Familie Hell aus Elmshorn hatte einen Korb voller Äpfel gepflückt, drei verschiedene Sorten. „Schmecken alle“, urteilte Christian Hell. Seine Töchter Josefine (3) und Isabella (6) ließen sich die Gesichter bunt schminken. Attraktionen wie das Kinderschminken, Treckerfahren für Kinder oder Ballontiere waren nur mit Schlangestehen zu erreichen. Ernsthaft eng wurde es dann beim Essen. Es stand zwar eine große Fläche zur Verfügung mit Bierzeltgarnituren, an der die Stände mit Essbarem konzentriert waren, aber bei dem Andrang musste schon Geduld geübt werden. Insgesamt erlebten die Elmshorner und ihre Gäste ein gelungenes Comeback des Streuobstwiesenfests.

Wonach sucht man eigentlich unter rund 50 Sorten den Apfel aus, den man pflücken möchte? „Der Baum ist so perfekt“, fand Anne-Florence Frey aus Elmshorn. Perfekt, damit ihre beiden Kinder Emmek (3) und Minou (4) auf einem kräftigen Ast sitzen und an die grünen Früchte des Seestermüher Zitronenapfels heranreichen konnten. „Schmeckt gut“, urteilte Emmek. Wenn im Herbst der Bauer seine Rinder von der Wiese geholt hat, lädt die Stadt Elmshorn seit 2014 auf ihre Wiese in Kurzenmoor zum Apfelpflücken ein. Alte Sorten wie Ananasrenette, Dithmarscher Paradiesapfel oder Prinz Albrecht von Preußen stehen dann für jedermann zum Pflücken bereit. Das Interesse ist groß, um halb zwölf hatte Bürgervorsteher Karl Holbach schon rund 200 Besucher gezählt, die meisten von ihnen erschienen gut ausgerüstet mit Pflückstangen, Eimern und  Leitern.
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erstellt am 04.Okt.2016 | 15:30 Uhr

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