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Elmshorner Nachrichten

06. Dezember 2016 | 17:05 Uhr

875 Jahren Elmshorn : Eine Reise zurück in die Geschichte

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Krückaustadt feiert am 28. August mit einem Bürgerempfang die erste urkundliche Erwähnung vor 875 Jahren.

Elmshorn | Was haben Sandsäcke, Elmshorner Bürger, Kittelschürze und der 30-jährige Krieg miteinander zu tun? Ganz einfach: Sie alle sind nötig, um anlässlich der 875-Jahr-Feier Elmshorns am Sonntag, 28. August, einen tollen Bürgerempfang mit buntem Programm rund ums Jubiläum zu gestalten.

Bürgervorsteher Karl Holbach und seine Frau Annkatrin, die – wie sie es formulieren – „leichtsinnigerweise“ vor einem Jahr die verantwortliche Planung des Bürgerempfangs übernahmen, haben „fast alles in trockenen Tüchern“. Seitdem ist kein Tag vergangen, an dem das Ehepaar sich nicht mehrere Stunden mit der Thematik beschäftigt hat. Herauskommen soll „keine steife, staatstragende Zeremonie, sondern eine unterhaltsame Veranstaltung von Elmshornern für Elmshorner“, wie Bürgermeister Volker Hatje erklärt.

Zwischen 60 bis 80 Bürger haben sich bereit erklärt, ehrenamtlich zu helfen. Die Liedertafel Elmshorn, das Theater der Ehemaligen der Elsa-Brändström-Schule, Dittchenbühne und Rotkreuzkindergarten werden akustische und optische Akzente setzen, denn die Festrede von Bürgervorsteher Karl Holbach wird von ihnen mit acht szenischen Darstellungen und Beamer-Bildern ins Licht gesetzt werden. „Auf dem Ochsenweg“, „Szenen aus dem 30-jährigen Krieg“, „in de Schnieder-stuv“ oder „wechselseitiger Schulunterricht um 1840“ sowie „Landesversammlung auf dem Probstenfeld“ und „Industriezweige“ werden in Fünf-Minuten-Sequenzen aufgeführt. Als kleines Schmankerl am Rande erzählt Annkatrin Holbach von ihren Bemühungen bei der Requisitensuche und der Unterstützung durch die Bevölkerung. So brauchte sie für die Szenen aus dem 30-jährigen Krieg schlichte Sandsäcke. Die Feuerwehr hatte nur farbige aus Plastik, das THW ebenso, das Museum hätte giftgrüne pestizidbelastete Hüllen beisteuern können. Fündig wurde sie dann beim Deichgrafen, der 25 Säcke auftrieb, die der Bauhof dann mit Sand auffüllte.

Bei all diesen Planungen habe man ganz bewusst darauf geachtet, den Etat möglichst gering zu halten und viel in Eigenleistung auf die Beine zu stellen, ergänzen Rathausmitarbeiter Peter Jepsen und Anke Laedtke. Firmen wie Peter Kölln, Dölling, Hayunga und Wiebold unterstützen mit Spenden, die nicht nur als Requisiten herhalten, sondern später noch einer „sinnvollen Weiterverwendung“ zugeführt werden sollen.

„Wir gestalten uns unsere Feier selbst“

„Klar hätte man auch eine Agentur beauftragen können, 60.000 Euro zu versenken – doch das kann jeder. Wir gestalten uns unsere Feier selbst“, meint Bürgermeister Hatje selbstbewusst. Politischen Glanz wird Ministerpräsident Torsten Albig mit seinen Grußworten bringen. Weitere Redebeiträge sind für die Abordnungen der Partnerstädte Raisio, Wittenberge, Stargard und Tarascon eingeplant. Neben hoffentlich zahlreichen Elmshornern werden auch Vertreter der Umlandgemeinden und Städte, Landtags- und Kreispolitiker erwartet. Und: Es lohnt sich, der gut zweistündigen Veranstaltung bis zum Ende zu folgen, denn nach der Danksagung durch Bürgermeister Hatje wird es noch ein Schlussbild geben, das es „so was von in sich hat“, dass die Veranstalter noch nichts darüber verraten wollen.

Eines ist Karl Holbach besonders wichtig: Öffentlich Dank an die Verwaltungsspitze aussprechen, die ihn und seine Frau sowie die vielen ehrenamtlichen Helfer über Monate „vertrauensvoll einfach ruhig arbeiten ließ“. Nun hoffen alle auf einen fröhlichen Bürgerempfang, der verspricht, dieses Mal „ganz besonders anders zu werden“, wie Stadtrat Dirk Moritz es scherzhaft formuliert.

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erstellt am 08.Aug.2016 | 14:30 Uhr

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