zur Navigation springen

Elmshorner Nachrichten

09. Dezember 2016 | 06:54 Uhr

Neubauvorhaben : Eine Behelfsbrücke gegen den Verkehrskollaps

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Umleitung von Wittenberger Straße ins Stadtgebiet scheint vom Tisch.

Elmshorn | Aufatmen in Elmshorn: Der Verkehrskollaps im Stadtgebiet kann verhindert werden, wenn die marode Brücke über die Krückau an der Wittenberger Straße – K23 – neu gebaut wird. Der Verkehr soll nicht durch Elmshorn umgeleitet werden. Die zuständige Straßenbaubehörde des Kreises Pinneberg hält die Errichtung einer Behelfsbrücke während der Bauzeit für erforderlich. Dabei geht es auch um die Sicherstellung der Hilfsfristen von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr. Die Regionalleitstelle für die Kreise Pinneberg, Dithmarschen und Segeberg liegt direkt an der Wittenberger Straße. Die Stadt hatte eine Behelfsbrücke für „unabdingbar“ gehalten, um ein Verkehrschaos im Stadtgebiet zu verhindern. Die Verantwortlichen verwiesen auf die gleichzeitig geplante Sanierung der Hamburger Straße im Zuge der Bundesstraße 431 und fürchteten „unzumutbare Zustände“ im Stadtgebiet.

Die Entscheidung zum Neubau der Krückaubrücke hatte der Pinneberger Kreistag einstimmig im März dieses Jahres getroffen. Wann die Arbeiten beginnen, steht noch nicht fest. Die Kosten für die Behelfsbrücke betragen zirka 500  000 Euro.

Der Brückenbau hat auch Auswirkungen auf die Wegeführung des Krückau-Wanderweges, der unter ihr hindurchführt. Diese Wegeverbindung mit höhenfreier Querung der stark befahrenen Wittenberger Straße ist Bestandteil des Veloroutenkonzeptes. Allerdings räumt die Stadt ein, dass dieser Weg in Breite und Höhe weder den technischen, noch den sicherheitsrelevanten Anforderungen entspricht. Vor allem bei schlechtem Wetter gebe es ein hohes Gefahrenpotenzial. Das Vorhaben, die Veloroute in die Planungen für den Brückenneubau zu integrieren, hat die Stadt Elmshorn wieder verworfen. Die Eingriffe in die Umwelt wären zu groß und die Kosten für die Stadt zu hoch gewesen. Die Stadt schlägt nun vor, den Wanderweg an den südlich verlaufenden Fußweg durch den Krückaupark anzubinden. Die Querung der Wittenberger Straße wird auf der Kölln-Reisieker Straße An der Au favorisiert.

Da die Fahrzeuge in diesem Bereich mit relativ hohen Geschwindigkeiten unterwegs sind, empfiehlt die Verkehrsaufsicht die Errichtung einer Bedarfsampel für Fußgänger und Radfahrer. Über diesem Vorschlag berät am Montag der Ausschuss für kommunale Dienstleister. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Rathaus an der Schulstraße.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen