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Elmshorner Nachrichten

07. Dezember 2016 | 19:24 Uhr

Driftmann, ein sozialer Patriarch

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der frühere Chef der Köllnflockenwerke war geschätzter Ratgeber der Politik / Er kritisierte das Ausgabeverhalten von Bund und Ländern

Dienstagabend ist Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 68 Jahren gestorben.

Zeit seines Lebens forderte Driftmann von Managern und Unternehmenslenkern Haltung und Moral und erinnerte gern daran, dass Führungsleistung auch von Glaubwürdigkeit abhängt.

1988 wurde Driftmann Nachfolger seines Schwiegervaters Ernsthermann Kölln und übernahm die Geschäftsführung der Kölln-Flockenwerke. Dessen Tochter Gesche hatte Driftmann 1970 geheiratet und mit ihr vier Töchter bekommen. Driftmann erwarb sich einen Ruf als eigenwilliger und kantiger Familienunternehmer. Er galt als sozialer Unternehmenspatriarch mit einem offenen Ohr für die Sorgen seiner Mitarbeiter. Die Kölln-Produkte, vor allem Haferflocken und Müsli, finden sich in den meisten deutschen Haushalten. Das Unternehmen erwirtschaftet heute mit seinen mehr als 300 Beschäftigten einen Jahresumsatz rund 100 Millionen Euro.

Politisch hatte sich Driftmann, der seit 34 Jahren Mitglied der CDU war, vor allem als hartnäckiger Verfechter eines Nordstaats profiliert und auf Verbandsebene die Fusion zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein vollzogen. Er scheute sich nicht, seine Kritik an politischen Manövern in klaren Worten zu formulieren. Immer wieder monierte er auch das Ausgabenverhalten in Bund und Ländern. Das Geld werde mit vollen Händen ohne Sinn und Verstand verschwendet. Vielen Politikern war er ein geschätzter Ratgeber.

CDU-Landesvorsitzender Ingbert Liebing und Fraktionschef Daniel Günther würdigten ihren verstorbenen Parteifreund: „Die CDU Schleswig-Holstein verliert einen hoch geschätzten Gesprächspartner und Freund.“

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erstellt am 28.Apr.2016 | 18:04 Uhr

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