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Elmshorner Nachrichten

09. Dezember 2016 | 12:38 Uhr

Elmshorn : Die Kreisverkehre sollen umgestaltet werden

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ein Abbau der Ampeln am Ramskamp ist möglich. Auf Langelohe sollen die Ampeln dagegen bleiben.

Elmshorn | Die Ampeln am Kreisverkehr Langelohe/Köllner Chaussee bleiben stehen. Der Ausschuss für kommunale Dienstleister beschloss am Dienstag eine „kleine Lösung“ für den Kreisel. Eltern und Lehrer, die ohne Ampeln um die Sicherheit von Schulkindern gefürchtet hätten, können aufatmen. Geändert werden sollen nur Kleinigkeiten: Wo noch keine sind, werden Zebrastreifen auf die Zufahrten zum Kreisverkehr gemalt, außerdem soll der Fahrbahnteiler für Rechtsabbieger in Richtung Köllner Chaussee vergrößert werden, um die Autos zu bremsen, die aus Richtung Hamburger Straße gerade über den Kreisel fahren.

Der Ausschuss hatte die Verwaltung prüfen lassen, welche Konsequenzen der Abbau der Ampeln hätte. Das Ergebnis: Damit dann nicht die Sicherheit leidet, müsste der ganze Kreisverkehr umgebaut werden. Die Politiker hatten ebenfalls untersuchen lassen, wie es mit den Ampeln am Kreisel Adenauer Damm/Ramskamp steht. Die Stelle würde ohne Ampeln sicherer und der Verkehr könnte besser fließen, lautete das Resultat. Den Abbau will der Ausschuss allerdings frühestens in seiner Sitzung Ende Mai beschließen. Dann wäre der Umbau des Kreisels zum Beginn des neuen Schuljahres im Sommer möglich.

Einmal ja, einmal nein zu Ampeln

Eher unbürokratisch ging der Auftrag an die Stadtverwaltung, den Kreisverkehr Langelohe/Köllner Chaussee/Steindamm umzubauen. Es wird ja auch nicht viel passieren: Der Fahrbahnteiler für Rechtsabbieger in die Köllner Chaussee wird vergrößert und an die Zufahrten Steindamm und Langelohe Nord werden Zebrastreifen gemalt. Bürgermeister Volker Hatje und Immo Neufeldt, der Vorsitzende des Ausschusses für kommunale Dienstleister, waren sich einig: „Dann machen wir das.“ Einen förmlichen Beschluss musste der Ausschuss für diese kleinen Maßnahmen nicht fassen.

„Ampeln am Kreisverkehr, das gibt es nur in Elmshorn“, hatte Neufeldt das Thema eingeleitet. In der Krückaustadt gibt es gleich zwei Kreisel mit Fußgängerampeln; der eine liegt in der Langelohe, dort werden die Ampeln stehen bleiben. Der zweite liegt an der Kreuzung Ramskamp/Adenauer Damm. Dort wird es nicht so einfach wie in der Langelohe. Wie dort umgebaut werden soll, das will der Ausschuss bei seiner nächsten Sitzung festlegen. Eine Richtung ließ sich allerdings schon aus der Vorlage der Stadtverwaltung erkennen, die auf große Zustimmung stieß. Die Verwaltung empfiehlt, die Ampeln dort abzubauen. Das soll möglichst in den Sommerferien passieren und mit Informationen begleitet werden, damit sich zum neuen Schuljahr alle darauf einstellen können.

Immo Neufeldt (CDU) leitet den Ausschuss, der die Umgestaltung des Kreisels Langelohe freigab.

Immo Neufeldt (CDU) leitet den Ausschuss, der die Umgestaltung des Kreisels Langelohe freigab.

Foto: Roolfs

Die Verwaltung hatte im Auftrag des Ausschusses für beide Kreisverkehre untersucht, welche Folgen es hätte, wenn dort die Ampeln abgebaut würden. Fazit: Viele Gründe lassen das einfach Abbauen der Ampeln in der Langelohe als Sicherheitsrisiko erscheinen. Ein Beispiel: Die Furten für Fußgänger und Radfahrer liegen teilweise ein Stück entfernt vom Kreisel. An Langelohe Süd (Richtung Hamburger Straße) gibt das Stauraum, wenn dort die Fußgängerampel Rot für die Autos zeigt. Aber wenn die Ampel wegfällt, wird es schwierig mit der Vorfahrt: Gehören die Furten noch zum Kreisel und haben dann Radfahrer Vorrang, oder überqueren sie die Straße auf eigenes Risiko? Die Lage ist nicht ganz klar. Wie soll das den Schülern der benachbarten Grundschule erklärt werden?

Mehrere Anlieger hatten schon vor Beginn der Sitzung appelliert, die Ampeln stehen zu lassen. „Ich habe zwei kleine Kinder, die täglich in die Kita gehen. Die brauchen die Ampeln“, erklärte eine Mutter; die nächsten Ampeln zum Überqueren der Straßen seien zu weit entfernt. Maren Schramm, Leiterin der benachbarten Anne-Frank-Gemeinschaftsschule, wies darauf hin, dass ihre Schüler mehrmals täglich die Straße überqueren müssten, um zu einer Außenstelle zu gelangen.

Am Kreisel Adenauer Damm/Ramskamp sieht die Sache mit den Ampeln anders aus. Dort führen die Ampeln regelmäßig zu Staus in den viel befahrenen Straßen und nützen den Fußgängern – darunter viele Schüler – kaum: Das korrekte Umrunden des Kreisels mit Warten an den Ampeln dauert mehr als zwei Minuten, hat eine Verwaltungsmitarbeiterin nachgemessen. Das dauert vielen zu lange, sie gehen bei Rot oder über die Strecken ohne Ampel und beschwören damit Gefahren herauf. Auch am Adenauer Damm müssten Zebrastreifen gemalt werden, wenn die Ampeln abgebaut werden. Und weil beim Bau des Kreisels Fördermittel des Landes flossen, müsste vor einer Änderung die Zustimmung des Ministeriums eingeholt und Fördermittel zurückgezahlt werden. Deshalb werden die Ausschussmitglieder während ihrer nächsten Sitzung erneut über das Thema beraten.

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erstellt am 27.Apr.2016 | 10:00 Uhr

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