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Elmshorner Nachrichten

18. Januar 2017 | 07:12 Uhr

Hier hat Geschichte ihren Platz : Der „Pott-Carstens-Platz“ ist eingeweiht

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Zur Erinnerung an Elmshorner Familienkonzern: „Pott-Carstens-Platz“ am nördlichen Krückauufer eingeweiht.

Elmshorn | Jetzt ist es offiziell: Der Platz am nördlichen Krückauufer, zwischen der Käpt’n-Jürs-Brücke und dem Einkaufszentrum Edeka Hayunga, heißt ab sofort „Pott-Carstens-Platz“. Am vergangenen Sonnabend wurde vor Ort eine kleine Feierstunde organisiert, zu der zahlreiche interessierte Bürger sowie diverse Vertreter der Stadt Elmshorn erschienen.

Unter den Gästen waren Bürgervorsteher Karl Holbach und Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung sowie Freunde und Förderer des Stadtarchivs Elmshorn. Bei dieser Aktion handelte es sich nicht um eine nachträgliche Einweihung des Platzes, wie Jürgen Wohlenberg, Vorstandsmitglied vom Verein zur Förderung des Stadtarchivs Elmshorn, in seiner Ansprache unterstrich. Dieser sei schließlich schon länger zugänglich und der Name nicht neu.

Doch die offizielle Benennung, zu deren Unterstützung jetzt auch noch eine Informationstafel in Ufernähe zur Krückau aufgestellt wurde, sei nun der Anlass zu der feierlichen Zusammenkunft gewesen. Wohlenberg bedankte sich in seiner Rede bei den Mitgliedern des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung dafür, dass man seiner Anregung gefolgt sei, den Platz am Ende des ehemaligen Werksgeländes der bekannten Steingutfabrik Carstens den Namen „Pott-Carstens-Platz“ zu geben. „Der Dank des Vereins zeigt sich heute in Form einer Tafel in der Reihe ,Geschichte vor Ort’ von der Künstlerin Ruth Alice Kosnick, die auch andere Tafeln im Stadtgebiet geschaffen hat“, erläuterte Wohlenberg.

Nachfahren der Elmshorner Fabrikantenfamilie Carstens ließen es sich nicht nehmen, bei der offiziellen Benennung des „Pott-Carstens-Platzes“ mit dabei zu sein.
Nachfahren der Elmshorner Fabrikantenfamilie Carstens ließen es sich nicht nehmen, bei der offiziellen Benennung des „Pott-Carstens-Platzes“ mit dabei zu sein. Foto: Marek

Auf der Tafel werde die Geschichte der Steingutfabrik Carstens kurz gefasst in Bild und Text gezeigt. Nachdem Wohlenberg die Ursprünge und Historie des Unternehmens Carstens nochmals kurz skizzierte, betonte er, dass es sich nach seiner persönlichen Einschätzung bei diesem Unternehmen um den „größten Familienkonzern handelt, den Elmshorn je hervorgebracht habe“.

Neben diversen Verdiensten, die die Stadt Elmshorn einzelnen Mitgliedern der Familie Carstens – vor allem während der Zeit des Nationalsozialismus – zu verdanken habe, sei dies doch ein schlagendes Argument dafür, neben der bereits seit längerem bestehenden Ausstellung im Elmshorner Industriemuseum „auch im öffentlichen Raum den Namen und die Geschichte der Familie Carstens sichtbar zu machen“.

Aus diesem Beweggrund heraus überreichte Wohlenberg einem Nachfahren der Gründungsväter des Unternehmens, Ernst Carstens, ein Präsent. Dabei handelte es sich um das Original einer Rechnung der Firma H. C. Carstens aus dem Jahr 1910. „Der Förderverein des Stadtarchivs hat antiquarisch die Geschäftsunterlagen der Klempnerei Timm aus den Jahren 1900 bis 1920 aufgekauft, und darin waren viele Rechnungen von Carstens enthalten“, so Wohlenberg. Eine Archivalie davon sei durchaus entbehrlich und als Geschenk zu diesem Anlass bestens geeignet. Man habe auch darauf geachtet, dass es sich um ein Exemplar handelt, auf dem ein deutlicher Stempel mit dem Vermerk „Bezahlt!“ zu sehen sei.

Im Gegenzug bedankte sich Ernst Carstens, der mit mehreren Familienmitgliedern angereist war, mit der Überreichung eines Keramiksparschweins samt einer kleinen Geldspende für den Verein. Dieses wurde in dem heutigen Unternehmen der Familie Carstens, der Carstens Keramik GmbH, gefertigt, das sich in Fredelsloh nahe Göttingen befindet.

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erstellt am 18.Apr.2016 | 13:00 Uhr

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