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Radverkehr in Elmshorn : Der ADFC lobt die Stadt

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Aktiven-Treffen. Elmshorn sticht im Vergleich heraus.

Elmshorn | Ein dickes Lob vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) für die Stadt Elmshorn. Eher ungewöhnlich. Oft hagelt es von den Interessensvertretern der Radler eher Kritik. Doch beim Treffen der ADFC-Aktiven aus dem Kreis Pinneberg in Elmshorn wurde eines schnell deutlich. In Bezug auf die Förderung des Radverkehrs geht in der Krückaustadt Vieles, was in anderen Städten des Kreises unmöglich erscheint. „In puncto Radverkehr sticht Elmshorn im Kreis Pinneberg schon heraus“, betont Holger Cordes vom ADFC Elmshorn.

Er hebt besonders hervor, dass die Stadt Elmshorn die Änderung der Straßenverkehrsordnung aus dem Jahr 1987 – es wurde die generelle Freigabe der Fahrbahn für Radverkehr festgelegt – weitestgehend umgesetzt hat. „Das macht bekanntlich noch keinen Radweg besser. Aber jeder Radfahrende hat die Wahl zwischen Fahrbahn und holprigem Radweg.

Zudem hätten sich viele Verkehrsführungen für den Radverkehr inzwischen etabliert. „Fahrradstraßen, Schutzstreifen, extra Lichtzeichenanlagen für den Radverkehr und indirektes Linksabiegen, Fahrradschleusen, Aufstellflächen für Radfahrende auf der Fahrbahn“, zählt das ADFC-Mitglied die umgesetzten Vorhaben zur Förderung des Radverkehrs auf. Auch das finanzielle Engagement der Stadt spiegele die Priorität wider. „Die Stadt hat ein festes Budget für bauliche Maßnahmen von etwa vier Euro je Einwohner allein für den Radverkehr“, sagt Cordes. Um diese politische Entscheidung sei in den Ausschüssen sehr gerungen worden. Cordes: „Dieses Budget ist sicherlich keine Selbstverständlichkeit, für Elmshorn jedoch inzwischen eine verlässliche Größe für den Radverkehr.“

Der ADFC Elmshorn lobt auch die gute und konstruktive Arbeit in der seit Jahren bestehenden AG Radverkehr, in der Stadt, Politik und Interessensverbände sitzen. „Dort werden zum Beispiel Fördermaßnahmen konstruktiv erörtert und hinterfragt, Verbesserungen für den Radverkehr erarbeitet und Aktionen für den sicheren Umgang aller Verkehrsteilnehmer miteinander geplant.“ Zuletzt wurde in der AG das Velorouten-Konzept erarbeitet. Die Stadt Elmshon hatte erst vor wenigen Wochen den Velorouten-Stadtplan herausgebracht.

Wunschlos glücklich ist der ADFC in Elmshorn aber noch nicht. Ein Dorn im Auge bleibt weiter die eingeführte Busbeschleunigung. „Die wirkt sich an einigen Kreuzungen wie beispielsweise Hamburger Straße/Adenauerdamm nachteilig für die Radfahrer aus“, sagt Cordes. Diese Entscheidung sollte rückgängig gemacht werden.

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erstellt am 14.Mär.2017 | 16:30 Uhr

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