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Elmshorner Nachrichten

09. Dezember 2016 | 22:29 Uhr

Next Schule : Das Vertrauen in Elmshorn wächst

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die private christliche Schule hat derzeit 32 Schüler - es sollen mehr werden. Umbau in den Sommerferien.

Elmshorn | „Wir wachsen langsam. Langsam, aber gesund“, sagt Maike Lohse, Geschäftsführerin und erste Vorsitzende der Next Grundschule an der Hamburger Straße. Die Grundschule ist konfessionell gebunden und bezeichnet sich als christliche Schule. Seit 2012 gibt es die Einrichtung in Elmshorn. „Angefangen haben wir mit neun Schülern“, erzählt Lohse. Heute besuchen 32 Kinder die Grundschule. Ab dem nächsten Schuljahr rechnet die Geschäftsführerin mit etwa 40 Schülern. „Jetzt gerade passt alles ganz gut. Wir haben genügend Schüler und Lehrer und auch die Räume reichen“, erzählt Lohse. Doch schon im vergangenen Jahr blieb nur ein Schülerplatz unbesetzt. Um weiter wachsen zu können, müsse die Schule erweitert werden. „In den Sommerferien startet hier deshalb der große Umbau.“ Verwaltungs- und Klassenräume werden erneuert und das Außengelände neu gestaltet.

16.225 Schüler besuchen  in Schleswig-Holstein eine Ersatzschule. Das sind Privatschulen, deren Besuch die Schulpflicht erfüllt und die anerkannte Abschlüsse wie etwa das Abitur anbieten. Genehmigte Ersatzschulen gibt es derzeit 105 im Land. Das ergibt eine durchschnittliche Schülerzahl von 155 Schüler pro Ersatzschule. Eine Zahl, die die  Privatschule Next – Christliche Schule Elmshorn noch lange nicht erreicht hat. Seit 2012 gibt es die Schule, die anfangs mit einstelliger Schülerzahl startete.

„Wir merken, dass das Vertrauen der Elmshorner in unsere Schule wächst“, sagt Lohse. Das schließe sie aus den steigenden Anmeldungen aber auch aus den Rückmeldungen der Eltern. Einem wichtigen Anteil daran habe aber die staatliche Genehmigung, die die Schule 2014 erhielt. Seitdem wird sie vom Staat kontrolliert, doch Lohse erzählt auch von freiwilligen Überprüfungen. So beteilige sich die Schule regelmäßig am Vera-Test, bei dem bundesweit das Wissen von Schülern in unterschiedlichen Fächern abgefragt wird. „Wir haben dort sehr gut abgeschnitten. Im Bereich Lesen lagen unsere Schüler 42 Prozent über dem Durchschnitt.“ Eine Erklärung dafür könnte auch der Stundenplan sein. „Wir haben 25 Wochenstunden. Das sind fünf Stunden mehr als andere Grundschulen.“

Die Next-Schule beherbergt zwei Klassen, wobei erste und zweite Klasse, sowie dritte und vierte jeweils zusammen unterrichtet werden. Jedes Kind hat dabei einen individuellen Lehrplan. An der Schule arbeiten vier Lehrer.

Ungewöhnlich für eine private Schule sei der hohe Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund. Etwa 40 Prozent der Schüler kommen aus solchen Familien. Es seien vor allem zwei Gründe, warum diese Eltern sich für die Schule entscheiden. „Ein Teil kommt hierher, weil ihnen der christliche Glaube sehr wichtig ist. Aber nicht alle sind gläubig. Manche wollen einfach ein freundliches Umfeld für ihre Kinder. Mit weniger Diskriminierung.“

Wunsch nach Ausbau des Betreuungsangebote

Auch bei den Kindern ohne Migrationshintergrund seien nicht alle Elternhäuser christlich geprägt. „Ungefähr die Hälfte der Schüler kommt aus einem Elternhaus mit mehr oder minder großem Bezug zum christlichen Glauben“, sagt Lohse. Als christliche Schule veranstaltet die Einrichtung zum Beispiel Projekte, wo die Kinder bei der Tafel mithelfen, oder feiern mit Hilfe der Kirchengemeinden Elmshorns Schulgottesdienste: „Uns ist wichtig, dass die Kinder Verantwortung übernehmen. Dazu gehört auch, dass die Kinder mal predigen.“ Den Eltern, die ihre Kinder nicht aus religiösen Gründen auf die Schule schicken, würden vor allem die fachliche Ausbildung und das gute Schulklima schätzen, erzählt die Geschäftsführerin.

Für die Zukunft wünscht sie sich einen Ausbau der Betreuungsangebote, und dass die Schule weiter wächst. Aber nur langsam. „Von meinem Großvater stammt der Spruch: Unkraut wuchert, Pflanzen wachsen. Wir wollen wachsen.“

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erstellt am 28.Jul.2016 | 16:15 Uhr

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