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Elmshorner Nachrichten

03. Dezember 2016 | 05:41 Uhr

Elmshorn : Das Bildungswerk geht neue Wege

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Neuer Vorstand bei Bildungswerk Elmshorn. Finanzierung des Vereins wird umgebaut und einige Projekte werden nicht mehr unterstützt.

Elmshorn | Viel wurde in den vergangenen Jahren geschaffen, doch nun stehen beim Bildungswerk Elmshorn einige Veränderungen an. Der Verein wurde 2005 gegründet. Seit Beginn hat der ehemalige Schulleiter Hans-Peter Frauen den Vorsitz übernommen. Bei der Mitgliederversammlung am Dienstag gab er den Posten nun ab.

Auch die zweite Vorsitzende Lore Sindram, ebenfalls seit Gründung des Vereins im Vorstand, trat zurück. „Wir sind seit elf Jahren im Amt. Wir haben uns bereits seit mehreren Jahren darum bemüht, einen neuen Vorstand zu finden“, sagte der scheidende Vorsitzende. Gewählt wurde nun als erster Vorsitzender Andreas Weßling, Schulleiter der Erich Kästner Gemeinschaftsschule (KGSE). Den Posten des zweiten Vorsitzenden übernimmt der Schulleiter der Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule Volker Pohlmann. Beide haben nun nicht nur die Aufgabe, den Verein zu leiten, sondern sie müssen auch große Veränderungen einführen. „Wir müssen uns an den Begriff Projekt gewöhnen“, sagte Weßling.

Das Bildungswerk Elmshorn hatte in der Vergangenheit Spenden eingesammelt, und davon Unterstützungsprogramme für Schulen finanziert. So wurde etwa die Nachmittagsbetreuung an der Boje-C.-Steffen-Schule und an der KGSE vom Verein übernommen. Auch ein Angebot zur tiergestützten Pädagogik an der Grundschule Hafenstraße wurde gemeinsam mit dem Schulverein übernommen. Doch weil die Finanzierung nicht klappt, kann dieses Angebot, anders als die Nachmittagsbetreuung, nicht weitergeführt werden. Auch das Sportangebot in der Mittagspause an der Elsa-Brändström-Schule und an der Boje-C.-Steffen-Schule wurde nicht verlängert.

Möglich war die Finanzierung durch regelmäßige Spenden, unter anderem von der Sparkasse Elmshorn. „Wir haben in der Vergangenheit sehr neutral Geld an den Verein gegeben“, sagt Olaf Seiler von der Sparkasse. Nun wird die Sparkasse aber ihre Vergabepraxis hin zu einer projektgebundenen Finanzierung ändern. „Wir möchten weitermachen und gute Maßnahmen unterstützen, wir möchten aber genauer wissen, was mit dem Geld gemacht wird“, so Seiler. In den vergangenen elf Jahren hatte die Sparkasse etwa 266  000 Euro an das Bildungswerk überwiesen. Ob der Anteil mit der neuen Spendenphilosophie weniger werde, kann Seiler nicht sagen. Man mache die Spendenbereitschaft von den Projekten abhängig.

Die neue Vergabepraxis führt beim Bildungswerk zu einigen Veränderungen. Man müsse sich nun stärker auch um andere Spendengeber bemühen. „Da ist unsere Kreativität gefragt“, so Weßling, der als neuer Vorsitzender auch bei Firmen, Stiftungen und Vereinen um Unterstützung bitten will. Der größte Geldgeber sei jedoch die Stadt, über die auch Gelder aus Landeszuschüssen in den Verein fließt. Die Arbeit des Bildunsgwerkes geht weiter, auch wenn einige Angebote vorerst eingestellt wurden.
 

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erstellt am 28.Apr.2016 | 14:00 Uhr

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