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Brückenabriss: Krückau wird speziell geschützt

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Brückenabriss an der Wittenberger Straße: Bevor der Abrissbagger loslegen kann, müssen die Arbeiter unter der Brücke ran. Denn dort fließt die Krückau – und die wird beim Abriss der maroden und einsturzgefährdeten Brücke speziell geschützt. Zunächst wird nun eine Hilfskonstruktion unter der Brücke installiert. „Diese soll verhindern, dass Betonbrocken und verunreinigtes Oberflächenwasser in den Fluss gelangen. Dort leben schützenswerte Tierarten“, betonte Kreissprecher Oliver Carstens.

Die Kreisstraße 23 ist seit vergangenen Montag zwischen der Kreuzung Kaltenweide und der Einmündung An der Au voll gesperrt. Bis Ende Dezember soll die neue Brücke über die Krückau stehen. Kosten: 1,5 Millionen Euro. Wenn die Schutzmaßnahmen für das Gewässer abgeschlossen sind, werden die Brücke und die Pfeiler entfernt. Anschließend werden die Spezialisten Spundwände einbringen. „Sie dienen der Herstellung von trockenen und abgedichteten Baugruben, die ein Arbeiten auch unterhalb des Wasserspiegels ermöglichen. Darüberhinaus wird somit auch eine Verschmutzung des Wassers der Krückau verhindert“, betonte Carstens. In den Baugruben müssen dann zunächst die Fundamente der alten Brücke entfernt werden. Anschließend werden die Fundamente und Widerlager des neuen Bauwerkes in den gleichen Gruben – beidseits der Krückau– errichtet. Im Uferbereich wird laut Carstens zunächst ein künstliches Plateau geschaffen. „Somit können die Baugeräte von diesem Plateau aus arbeiten, ohne den Uferbereich und die Wasserqualität zu beeinträchtigen“, erklärt der Kreissprecher.

Die Fundamente der neuen Brücke werden in Form von Pfählen tief in den Baugrund eingebracht. Dies ist erforderlich, weil die Bodenqualität in Flussnähe nicht genügend Tragkraft für das neue Bauwerk aufweist. Auf den dann hergestellten Pfahlköpfen wird eine sogenannte Pfahlkopfplatte betoniert.

Auf diesen Platten werden später die Stützen unter der Brücke und die Widerlager in den Uferbereichen hergestellt. Bevor dann der Überbau eingeschalt und betoniert werden kann, müssen die Spundwände wieder aus dem Untergrund entfernt werden.

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erstellt am 07.Apr.2017 | 16:52 Uhr

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