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Elmshorner Nachrichten

06. Dezember 2016 | 15:16 Uhr

Elmshorn : Bestnote für Retriever „Eden“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Hund gehört zur Rettungshundestaffel Pinneberg/Steinburg des ASB.

Elmshorn | Es war „Edens“ großer Tag. Der Golden Retriever sollte bei der Eignungstest-Prüfung in Elmshorn zeigen, ob er das Zeug dazu hat, Rettungshund zu werden. Er und seine Besitzerin Svenja Killet gehören zur seit Jahren erfolgreichen Rettungshundestaffel Pinneberg/Steinburg des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Diese hat schon viele Tests bestanden und sich in Einsätzen bewährt. Nun sollte der einjährige „Eden“ sich qualifizieren oder durchfallen – was hieße, dass er seine Ausbildung nicht mehr weitermachen darf.

Zuerst wurde sein Wesen geprüft. Eden musste zeigen, wie er sich Menschen gegenüber verhält, wie er bei lauten Geräuschen, auf verschiedenen Untergründen oder bei Feuer reagiert, ob er ohne zu zögern über einen Balken laufen und einen langen Stofftunnel durchqueren würde. Außerdem hatte er sein besonnenes Verhalten gegenüber humpelnden, fallenden und laut schreienden Personen zu beweisen.

Prüferin war Birgit Gruel, eine langjährige Rettungshundeführerin aus Hamburg. Eden musste sich einer Trageübung mit Maulkorb unterziehen – wichtig, falls er sich später mal bei einer Suche verletzen würde. „Wir müssen sichergehen, dass man das Tier dann problemlos transportieren kann oder es über Hindernisse heben kann, wenn es erforderlich ist“, erklärt Staffelleiterin Johanna Lück. Auch das schaffte Eden zur Zufriedenheit aller Zweibeiner.

Zum Abschluss ging eine Gruppe Menschen kreisförmig auf den angeleinten Hund zu um ihn in eine beklemmende Situation zu bringen. Ohne extreme Angst zu zeigen oder aggressiv zu reagieren, verließ der Golden Retriever den Kreis und durfte sich seine Streicheleinheiten und ganz viel Lob abholen. Mit Bestnote Eins hatte Eden den 4,5-stündigen Eignungstest bestanden. Ebenso wie acht weitere Hunde.

In etwa zwei Jahren steht die Prüfung zum Rettungshund an, ohne die er bei Notfällen nicht eingesetzt werden darf. Wenn er auch die besteht, darf er, gemeinsam mit seinem Frauchen, vermisste oder verirrte Personen suchen. Denn: Ein ausgebildeter Rettungshund kann einen bis zu fünf Meter tief verschütteten Menschen immer noch wittern, seinen Fund durch Verbellen kundtun oder als Freiverweiser zwischen Fund und Hundeführer pendeln. Ein langer Weg also noch für Eden, der engste Abstimmung zwischen Mensch und Tier erfordert.

Die Rettungshundestaffel des ASB Pinneberg-Steinburg ist kostenlos rund um die Uhr erreichbar. Wer sich in der Rettungshundearbeit betätigen möchte, kann dies mit und ohne Hund bei Johanna Lück melden unter 0176- 32700569 oder johanna-Lueck@web.de
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erstellt am 22.Jul.2014 | 16:00 Uhr

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