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Elmshorner Nachrichten

04. Dezember 2016 | 07:10 Uhr

Elmshorn : Bauarbeiter bevölkern die Schulen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das Gebäudemanagement nutzt die Sommerferien, um Gymnasien, Gemeinschafts- und Grundschulen in Schuss zu halten.

Elmshorn | Der kleine Raum, in dem Vera Hippauf steht, ist voller Gerätschaften. Da stehen Eimer, an der Wand lehnt ein Besen und in der Ecke sind ein paar Fliesen aufgestapelt. Dass sich hier mal die Lehrertoiletten der Timm-Kröger-Schule befunden haben, kann man nur anhand der Anschlüsse an den gefliesten Wänden erahnen. „Im Moment ist das hier noch ziemlich duster“, sagt die Leiterin des städtischen Gebäudemanagements. „Aber bald kommen hier Lampen rein, und natürlich Trennwände, Waschbecken, Heizungskörper und Toiletten, dann sieht es ganz anders aus.“

Wie an der Tim-Kröger-Schule, sind derzeit überall an Elmshorns Schulen die Handwerker bei der Arbeit. Da werden Fenster und Bodenbeläge ausgetauscht, Toiletten behindertengerecht gemacht oder gar ganze Klassenräume ausgebaut. „Und dann haben wir natürlich ganz viele kleine Baustellen, wie den Austausch von Leitungen oder Wartungsarbeiten, von denen später niemand mehr etwas sieht“, sagt Hippauf. Die Sommerferien sind für das Gebäudemanagement die Hauptkampfzeit des Jahres.

Kaputte Fenster in der Bismarckschule

Am meisten Geld investiert die Stadt in diesem Sommer in die Bismarckschule. Im Haus drei, Baujahr 1954, werden die alten, kaputten Fenster durch moderne, dreifachverglaste ersetzt. Einige Fenster ließen sich schon nicht mehr öffnen oder schließen. Außerdem bekommt das Gebäude neue Heizkörper und Heizungs- und Wasserleitungen. „Wir haben an der Bismarck-Schule Probleme mit Legionellen, deshalb ist das nötig“, sagt Hippauf. In der sogenannten blauen Schule werden die Fenster in vier Klassenräumen ausgetauscht und Haus zwei bekommt neuen Teppichboden im Flur. „Der hatte so stark gefusselt, dass die Wollmäuse ständig die Staubsauger verstopft haben. Ständig kamen Klagen vom Reinigungspersonal“, sagt Hippauf.

Komplett geräumt werden zwei Klassenzimmer im Erdgeschoss von Haus drei. Im kommenden Jahr will hier der Kreissportverband seine neuen Geschäftsräume beziehen. Dafür wird ein separater Eingang geschaffen.

An der Elsa-Brändström-Schule haben modernere Unterrichtsmethoden dazu geführt, dass ein „Stufen-Raum“, in dem die Schüler wie in einem Auditorium erhöht gesessen haben, nicht mehr benötigt wird. Dieser Raum wird jetzt zu einem Vorbereitungsraum für die Naturwissenschaften umgebaut.

Die Boje-C.-Steffen-Schule bekommt dagegen zwei neue Räume, da akuter Platzmangel besteht. „Wir ertüchtigen zwei Räume im Dachgeschoss“, sagt Hippauf. „Da geht es zum Beispiel um Beleuchtung, Brandschutz und Akustik.“

Um dem Inklusions-Gedanken gerecht zu werden, müssen in vielen Schulen Umbauarbeiten durchgeführt werden. In der Grundschule Kaltenweide wird die Sanierung der Jungen-Toilette derzeit genutzt, um einen Bereich abzutrennen und in ein Behinderten-WC mit separatem Eingang umzubauen.

1,9 Millionen Euro für die bauliche Unterhaltung

Auf dem Weg hinaus aus der Timm-Kröger-Schule zeigt Vera Hippauf auf die grauen und weißen Fensterrahmen. „Die grauen sind neu, in diesem Jahr sind, wie an der Friedrich-Ebert-Schule, einige dazu gekommen.“ Es ist üblich, in Bauabschnitten zu arbeiten, selten ist genug Geld da, um ein Projekt in einem Sommer komplett abzuschließen. „Wir schaffen in diesem Jahr relativ viel“, sagt Hippauf . Sie zeigt auf den rissigen Asphalt des Schulhofs. „Man könnte aber natürlich immer viel mehr machen, wenn das Geld da wäre.“

1,9 Millionen Euro stehen dem Gebäudemanagement in diesem Jahr für die bauliche Unterhaltung zur Verfügung – allerdings muss das Geld für sämtliche städtische Gebäude ausreichen, inklusive Rathaus. „Das sind netto 131  000 Quadratmeter“, sagt Hippauf. „Ungefähr 70 Prozent davon nutzen wir für Schulen und Sporthallen.“ In den kommenden drei Jahren werde sie für die Bauunterhaltung 8,7 Millionen Euro benötigen. Ob das Geld tatsächlich bereitgestellt wird, muss erst noch entschieden werden.

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erstellt am 18.Aug.2016 | 11:21 Uhr

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