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Elmshorner Nachrichten

18. Dezember 2014 | 12:24 Uhr

Anerkennung für ehrenamtliches Engagement: Bundesverdienstkreuz für André Tschirner

vom

Elmshorn/Kiel | Seit fast 30 Jahren steht André Tschirner im Dienste der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG). Für seine Leistungen und sein langjähriges ehrenamtliches Engagement in Elmshorn und auf Landesebene bekam der Klein Nordender nun das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Stellvertretend für den Bundespräsidenten überreichte es Ministerpräsident Thorsten Albig (SPD) in Kiel. "Ich war sehr überrascht und habe mich natürlich gefreut", sagt der 44-jährige Tschirner. "Ich dachte immer, man bekommt so einen Preis, wenn man mit etwas fertig ist." Dabei komme doch noch so viel, dass es anzupacken gelte.

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Angefangen hat seine ehrenamtliche Arbeit in der Elmshorner Ortsgruppe der DLRG 1983 - mit 15 Jahren. "Ich bin schon als Kind beim EMTV geschwommen", berichtet er. Dann habe ihn das Elmshorner Urgestein und heutiger DLRG-Ehreninspekteur Rainer Brütt gefragt, ob er nicht mehr Verantwortung übernehmen wolle. Seitdem hat sich einiges getan - die Arbeit als Ausbilder und Rettungsschwimmer, die Leitung des Elmshorner Schwimmbetriebs sowie die Leitung der Ausbildung. Zu seinen Aufgaben gehörte auch viel Jugendarbeit und auch am Aufbau des Wasserrettungsdienstes in Elmshorn hat er mitgewirkt. "Das war damals noch etwas ganz anderes als heute", berichtet Tschirner. Man habe sich selbst beigebracht, wie die Dinge funktionieren.

Parallel begann Tschirner Mitte der 1990er-Jahre auf Landesebene beim DLRG mitzuwirken. Erst als Lehrgangsreferent, dann als Landesausbildungsleiter. Hier hat er es geschafft, Jugendliche für qualifizierende Lehrgänge zu gewinnen und so die Ausbildungsqualität im Land zu verbessern. Tschirner initiierte ebenfalls den Lehrgang "Oldie but Goldie" für Ausbilder über 50 Jahre. "Die Entwicklung ist in unserem Bereich sehr schnell", berichtet der 44-Jährige. "Ältere Ausbilder müssen nunmal nicht mehr alles können - dafür müssen wir die jungen Kräfte ranholen."

Daraus entstanden ist, dass sich heute 60- oder 70-Jährige noch einmal beim DLRG ausbilden lassen, beispielsweise als Wachpersonal. "Ältere reagieren in hektischen Situationen nunmal besonnener als ein 17-Jähriger", sagt Tschirner. Ein weiteres Projekt, das Tschirner nach vorn gebracht hat, ist das Landeszentrum und Gästehaus der DLRG in Eckernförde. "Wir haben es renoviert, interne Abläufe verändert und es wieder profitabel gemacht." Das habe ihn schon ein bisschen stolz gemacht.

Heute ist der Klein Nordender zwar weiterhin in der DLRG aktiv, doch seine Aufgabe als Schatzmeister lasse ihm mehr Zeit für seine Frau und seine vier jungen Kinder. Rückblickend habe ihn die Tätigkeit auch beruflich nach vorn gebracht. Als Mitglied der Geschäftsleitung ist Tschirner bei den Elmshorner Kölln-Flocken für den Vertrieb zuständig. Der studierte Betriebswirt konnte sein Wissen frühzeitig anwenden und auch der Umgang mit den vielen Menschen helfe ihn im beruflichen Alltag.

In Zukunft gilt es, Herausforderungen bei der DLRG zu meistern: Bäderschließungen und Nachwuchsgewinnung sind einige Themen, die Tschirner mit seinem Team angehen will.

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erstellt am 17.Dez.2012 | 03:59 Uhr

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