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Elmshorner Nachrichten

11. Dezember 2016 | 07:20 Uhr

Engpass zwischen Pinneberg und Elmshorn : Abgeordnete kämpfen für das dritte Gleis

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Abgeordneten Schröder und Rossmann versuchen, die Maßnahme noch in den Bundesverkehrswegeplan zu bekommen.

Pinneberg / Elmshorn | Beim Ringen um das Direktmandat sind sie viele Jahre lang Konkurrenten gewesen. Doch wenn es um die Sache ihres Kreises Pinneberg geht, ziehen sie an einem Strang. Die beiden Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann (SPD) und Ole Schröder (CDU) kämpfen gemeinsam für das dritte Bahngleis auf der Strecke Pinneberg – Elmshorn und somit für die Beseitigung des Schienenengpasses.

Die Maßnahme ist nicht, wie von allen politischen Parteien im Kreis Pinneberg gefordert, im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans enthalten. Und dieser Plan ist bereits in der Beratung in den Fachausschüssen des Bundestags.

„Das aktuelle Ziel ist es, den zuständigen Stellen in der Bundesregierung und in den Fachausschüssen nahe zu bringen, dass der Schienenengpass auch eine wichtige Baustelle für den Güterfernverkehr aus Jütland und von der Westküste ist“, so Schröder und Rossmann. Hier würden deutliche Zuwächse im Verkehrsaufkommen erwartet und die blieben dann nicht ohne Auswirkungen auf den Schienenengpass Elmshorn-Pinneberg. „Dort werden sich Güter- und Personenverkehr künftig vermehrt in die Quere kommen, wenn wir nicht entsprechend handeln“, so die Politiker.

Sie hoffen, dass sich „bei diesen offensichtlichen Problemen“ noch gemeinsam etwas bewegen lässt. Rossmann und Schröder: „Wir brauchen hier zumindest eine vorurteilsfreie Prüfung, damit für die Zukunft nichts versperrt ist“. Sie sehen zudem das Problem, dass das speziell von der Bahn immer wieder angeführte Großvorhaben der Fehmarnbelt-Querung mit entsprechendem Ausbau der Hinterlandanbindungen durchaus nicht so schnell fertiggestellt wird, wie von vielen zuständigen Stellen angekündigt. „Dann verschärft sich natürlich das Problem im Schienenengpass im Kreis Pinneberg. Erst recht, weil dann die in Aussicht gestellte Entlastungswirkung noch viel später eintritt, erklären der Sozial- und der Christdemokrat.

Jüngere Erkenntnisse aus Dänemark haben nach Auffassung der beiden Abgeordneten aber auch für eine neue Betrachtung der Austauschverbindungen für den Fernverkehr gesorgt. Gerade Jütland sei die Region, aus der dänische Waren hauptsächlich gen Süden transportiert würden. Diese Verkehrsströme sollten dann aber nicht über den Fehmarnbelt laufen, sondern weiterhin über die Trasse zwischen Flensburg und Neumünster und letztlich über Elmshorn-Pinneberg. Schröder und Rossmann: „Lösungen erreicht man durch das Bohren dicker Bretter in Berlin im Parlament und nicht allein durch bloßes Wiederholen der Forderungen im Wahlkreis. Das Problem ist, dass selbst dringliche Nahverkehre gerade keine Berücksichtigung im Bundesverkehrswegeplan finden, sondern die überregionale Bedeutung herausgearbeitet werden muss.“

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erstellt am 11.Nov.2016 | 14:00 Uhr

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