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Eckernförder Zeitung

05. Dezember 2016 | 11:38 Uhr

20. Hilfstransport des Fleckebyer DRK : Zwölf Tonnen Hilfsgüter für Masuren

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vorbereitungen für die 21. Fahrt laufen schon / Infoabend am 14. November

Fleckeby | Zwölf Tonnen Hilfsgüter hat das Deutsche Rote Kreuz aus Fleckeby jetzt wieder von Kropp aus auf den Weg nach Masuren, den polnischen Teil des ehemaligen Ostpreußens, gebracht. Es war der mittlerweile 20. Hilfstransport, den der Ortsverein koordinierte. Wie schon mehrere Male zuvor, halfen wieder Soldaten des Geschwaders „Immelmann“ aus Kropp beim Beladen des Lastzuges vom DRK-Landesverband, dessen 80 Kubikmeter Laderaum bis in den letzten Winkel ausgefüllt wurden Bekleidung, Schuhe, Bettwäsche, Spielsachen, Krankenbetten, Rollstühle, Inkontinenzartikel und Haushaltszubehör wurden dann auf die rund 1100 Kilometer lange Reise geschickt.

Begleitet wurde der Hilfstransport von Rüdiger Wendt, Günter Taubert, Botwin Schulze und Dr. Wilfried Groß. Im Gebiet der großen masurischen Seen angekommen, wurden über mehrere Tage die Städte Mragowo, Ketrzyn, Gisycko, Wegorzewo, Srokowo, Ryn und Mikolajki angesteuert. Die Verteilung der Hilfsgüter erfolgte wie immer zentral an Stützpunkte des polnischen Roten Kreuzes, medizinische Sozialstationen, Altenheime, polnische evangelische Kirchengemeinden und Vereine der deutschen Minderheit. „Die Einrichtungen leiten die Spenden an viele bedürftige Menschen weiter“, berichtet Wilfried Groß. „Auf Listen konnte man sehen, dass die Auswahl der Personen sehr sorgsam vorgenommen wurde.“ Auch auf dieser Reise habe sich erneut die große Dankbarkeit ausgedrückt, mit der die Hilfe aus Deutschland angenommen werde. „Die Bürger warteten schon auf das Eintreffen der Hilfsgüter und manche Stationen wurden hinterher regelrecht überlaufen“, so der stellvertretende Vorsitzendes des DRK-Ortsvereins.

Die Bedürftigkeit in der strukturschwachen Region sei anhaltend groß. Bei hoher Arbeitslosigkeit, geringem Einkommen und Renten von kaum mehr als 200 Euro reichten die Mittel gerade für die Grundversorgung. Gespendete Bekleidung, besonders jetzt für den Winter, stellten schon eine wirksame Hilfe dar, und erst recht ein Rollator, ein Rollstuhl oder gar ein elektrisches Krankenbett für die häusliche Pflege.

Auf der Rückfahrt wurde erstmals eine Gemeinde in Pommern unterstützt. Über 200 Kartons und Säcke mit Bekleidung wurden der Caritasstation in Drawno (Neuwedel) überlassen. „So etwas hatte man dort noch nie erlebt“, erinnert sich Wilfried Groß. Der Stationsleiterin hätten mit Tränen in den Augen dagestanden, als sie die Riesenladung aufgestapelt vor sich sah.

Der Transport sei damit wieder außerordentlich erfolgreich gewesen. Die Fahrt sei gut verlaufen, Zwischenfälle habe es nicht gegeben.

Über die Masurenhilfe und die beiden Transporte dieses Jahres bietet der DRK-Ortsverein eine Informationsveranstaltung am Montag, 14. November, um 19.30 Uhr im Landgasthof Güby an. Spender und Interessierte sind dazu eingeladen.

Und nach der Fahrt ist auch schon wieder vor der Fahrt. Die Vorbereitungen für den nächsten Hilfstransport nach Masuren laufen bereits. Neben Sachspenden für die Menschen werden auch Geldspenden für die Finanzierung des Projektes benötigt. Folgendes Spendenkonto ist dafür eingerichtet:DRK-Ortsverein Fleckeby und Umgebung IBAN DE04 2105 0170 1400 1303 89.

 

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erstellt am 13.Okt.2016 | 05:58 Uhr

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