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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2016 | 14:52 Uhr

Reaktionen : Zwischen Stolz und „ein bisschen Hardcore“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

„Es ist festgestellt worden, was wir schon wissen“, sagte Anke Göttsch (SPD) in der Aussprache zur Stellungnahme der Verwaltung zum Prüfbericht des Landesrechnungshofs am Montagabend in der Ratsversammlung (siehe auch Bericht oben). „Die Verwaltung kann weder hexen noch zaubern, aber wir hätten uns mehr Beratungszeit gewünscht.“ Die finanzielle Leistungsfähigkeit sei gegeben, „aber nicht auf Dauer gesichert“, so Göttsch weiter. Sie erteilte einer Kürzung der Zuschüsse an Sportvereine – derzeit 26  000 Euro – eine Absage und sieht auch die defizitäre Stadthalle als unerlässlich an. Allerdings müsse ein neues Marketingkonzept erstellt und das Defizit verringert werden. Ralph Krüger (CDU) nahm den weitgehend positiv ausgefallenen Prüfbericht „mit etwas Stolz zur Kenntnis, wir schneiden recht gut ab.“

Deutlich kritischer sehen das die Vertreter der kleineren Fraktionen. Rainer Beuthel (Linke) monierte, dass die inhaltliche Diskussion zu kurz gekommen sei („Wir finden es problematisch, es so zu machen“) und neben „vielem Nachvollziehbarem“ auch inakzeptable Hinweise gegeben werden, wie etwa die Gebührenerhebung für die Teilnehmerinnen des Mädchentreffs. Edgar Meyn (Grüne) kritisierte ebenfalls das Zeitfenster von nur vier Wochen für die inhaltliche Prüfung und Positionierung, zumal in dieser Zeit noch acht andere politische Termine auf der Agenda gestanden hätten. „Etwas unglücklich, ein bisschen Hardcore“, so Meyn, der die inhaltliche Auseinandersetzung vermisste. Seiner Meinung nach müssten die Sportfördermittel gezielt für die Jugendarbeit eingesetzt werden, „und nicht für Senioren auf dem Tennisplatz“. Matthias Huber (Bürger-Forum) hatte keine Probleme mit der Zustimmung. Es gebe keine „Knackpunkte, und es war wesentlich schwieriger, den Prüfbericht und die Stellungnahme zu erstellen als sie zu lesen“. Martin Klimach-Dreger (SPD) sprach sich ebenfalls für „eine bewusste Förderung für Sportvereine“ aus, im Übrigen seien Prüfbericht und Stellungnahme eine Arbeitsvorlage für die Fachausschüsse und den Hauptausschuss.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 06:46 Uhr

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