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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 11:58 Uhr

Neue Pläne : Zweiter Anlauf für ein U-Boot-Museum im Hafen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Stadtwerke Eckernförde möchten ausgemustertes U-Boot der Klasse 206A in den Binnenhafen holen. Der Verband Deutscher U-Bootfahrer unterstützt das Vorhaben. Die Politik entscheidet.

Eckernförde | Ein U-Boot im Eckernförder Binnenhafen? Für den Geschäftsführer des Hafenbetreibers Stadtwerke Eckernförde, Dietmar Steffens, ist das eine reizvolle Vorstellung. Es bestehe zwölf Jahre nach dem Aus für ein geplantes U-Boot-Museum am Außenhafen jetzt erneut die Möglichkeit – wohl die letzte –, ein U-Boot der Klasse 206 A nach Eckernförde zu holen. Die entsprechenden Kontakte seien vorhanden, möglicherweise könne das Boot für einen symbolischen Preis dauerhaft als Museumsstück auf der Borbyer Seite des Binnenhafens festmachen. Im Bornbrook wird seit längerem an diesen Plänen gearbeitet, es gibt erste Zeichnungen und Prognosen. Eines ist Steffens klar: Ein U-Boot im Binnenhafen wäre in der Marinestadt Eckernförde ein Besuchermagnet.

Der logistisch-technische Aufwand hielte sich nach Worten Steffens in Grenzen. „Wir müssen ohnehin an die Kaiwand ran und sie ertüchtigen.“ Der Hafenchef möchte das knapp 50 Meter lange U-Boot gerne zwischen der Lütten Werft und dem Museumssteg in die vorhandene Kulisse einbetten. Nach dem Einschwimmen am Liegeplatz sollen rund um das U-Boot Spundwände gezogen und mit einem umlaufenden Molenweg versehen werden. Der Wasserspiegel in der Kammer mit dem darin liegenden Boot soll dann etwa einen halben Meter angehoben und mit einem Kiesbett aufgefüllt werden, so dass das Boot nahezu auf Wasserlinie liegt. Geplant ist ferner, daran einen weiteren Steg für Sportboote anzudocken, auf der Hafenfläche davor Ausstellungsmöglichkeiten und eine Anfahrt für Besucherfahrzeuge (ohne Parkmöglichkeiten) zu schaffen, sagte Dietmar Steffens unserer Zeitung.

Soweit die Planung, mit der er dem „stetigen Verlustbringer Hafen einen dauerhaften Ertragsbringer“ gegenüber stellen und zusätzliche touristische Impulse schaffen möchte. Die Stadtwerke verfügten über das nötige technische und wirtschaftliche Wissen, der Verband der Deutschen U-Bootfahrer, der hinter dem Projekt steht, über das fachliche Know-how. Steffens rechnet mit rund 30  000 Besuchern und Einnahmen von rund 180  000 Euro pro Jahr. Die Investitionskosten sind noch nicht spezifiziert.

Steffens geht von einer breiten Zustimmung in der Bevölkerung aus, „ideologische Befangenheiten“ sollten zurückgestellt werden, das habe „nichts mit Militarismus zu tun“. Er sieht darin vielmehr eine Attraktivitätssteigerung für Eckernförde und ein Bekenntnis zur Deutschen Marine, die 400 Millionen Euro in den Stützpunkt Eckernförde investiere und hier 500 zusätzliche Soldaten stationieren wolle: „Ein Glücksfall für die Stadt“, so Steffens.

Ob ein U-Boot-Museum im Binnenhafen umgesetzt wird, entscheidet die Ratsversammlung. Die detaillierte Information der Gremien und öffentliche Diskussion darüber steht noch aus.

> Siehe Reaktionen aus der Politik

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erstellt am 14.Okt.2016 | 06:00 Uhr

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