zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 02:59 Uhr

Zum Auftakt über 500 Unterschriften für den „freien Blick auf die Gaehtjestraße“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

„Das gibt’s ja gar nicht, man kann das doch nicht einfach zubauen, die Gaehtjestraße muss frei bleiben“, sagte Massimiliano Sommariva. Der Mann aus Belluno in den Dolomiten, der 1960 italienisches Eis nach Eckernförde gebracht und mit seiner Eisdiele in der Kieler Straße Süd und später am Kirchplatz Kultstatus erreicht hat, kennt Eckernförde wie seine Westentasche und war einer der vielen wahlberechtigten Eckernförder Bürger, die am Sonnabend ihre Unterschrift gegen die geplante wasserseitige Bebauung der Gaehtjestraße auf die ausgelegten Listen gesetzt haben. Über 500 Unterschriften haben die Initiatoren des Bürgerbegehrens „Freier Blick auf die Gaehtjestraße“, Ursula Wedler, Wolfram Splittgerber und Dr. Falk Buettner bei ihrem ersten Info-Stand vor der Commerzbank gesammelt. Es sollen bei den noch folgenden Info- und Aktionsständen an den beiden nächsten Samstagen vor der Eckernförder Bank und erneut zwischen Commerzbank und Förde Sparkasse noch viele hinzukommen – 1600 werden benötigt, um formal die Voraussetzungen für das Bürgerbegehren zu erfüllen, das dann einen Bürgerentscheid herbeiführen soll. Wedler, Splittgerber und Buettner, die bei ihrem Ansinnen von der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ inhaltlich und logistisch unterstützt werden, zeigten sich sehr zufrieden mit dem Auftakt und dem großen Zulauf, gerade angesichts des ungemütlichen Wetters. Teilweise mussten die unterschriftswilligen Bürger anstehen, auch in einigen Geschäften liegen die Unterschriftenlisten aus.

Viele der Unterstützer hätten betont, dass sie die Gaehtjestraße noch aus früheren Jahren mit ihrer Enge, der Lärm-und zunehmenden Abgasbelastung kennen würden und sich nicht vorstellen könnten, dass der freie Raum im Zuge des Projekts „Nooröffnung“ wieder zugebaut werden soll. „Das möchten wir auf keinen Fall wiederhaben“, war eine häufig gehörte Begründung von Bürgern, teilten die Initiatoren mit. Auch sei vermehrt darauf hingewiesen worden, dass der derzeitige Zustand an der Wasserseite der Straße zwar wenig einladend sei, man jedoch eine so hohe Bebauung wie von der BIG Städtebau vorgesehen mit all ihren Nachteilen ablehne. Der freie Blick auf die Gaehtjestraße und den Hafen sowie der Baumbestand an der Straße solle unbedingt erhalten bleiben, hieß es immer wieder.

Die Initiatoren bezweifeln die wirtschaftliche Notwendigkeit eines Grundstücksverkaufs an der Gaehtjestraße, weil durch die Abwanderung von Markant und Aldi zusätzlicher Wohnraum an der Nooröffnung entstehen kann. Wedler, Splittgerber und Buettner betonten, dass sie nach wie vor gesprächsbereit seien. Wenn Politik, Verwaltung und der Sanierungsträger BIG Städtebau zu einer deutlich weniger kompakten und hohen Bebauung bereit wären, würde man gegebenenfalls in letzter Konsequenz auf die Einleitung eines Bürgerentscheids verzichten.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 18.Apr.2016 | 06:26 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen