zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

20. Januar 2017 | 00:37 Uhr

DIE ETWAS ANDERE PIRATENFAHRT : Wohngruppen gehen auf Kaperfahrt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eckernförder Fischer nahmen am Sonnabend Menschen mit Behinderung beim Piratenspektakel mit auf See. Zurück an Land gab es für alle Rollmops und Getränke im Innenhafen.

Viele Besucher nutzten am vergangenen Wochenende die Möglichkeit, mit einem der Schiffe im Hafen, beispielsweise der Hansekogge „Ubena von Bremen“, einmal wie ein echter Seemann in See stechen zu können. Aber auch auf der Borbyer Seite wurden am Sonnabend Ausflugsfahrten veranstaltet. Für die Bewohner der Wohngruppen Rendsburg-Eckernförde am Pferdemarkt und Berliner Straße boten die Fischer echte Kaperfahrten an.

26 „Freibeuter“ wollten an Bord. Martina, Kirsten, Katja und Manuel heuerten als Crew bei Skipper Erwin und seiner Frau Monika auf der „Ida“ an. Uwe und Hans-Werner – seit 17 Jahren dabei – gehen zusammen mit Heiko auf den Kutter „Inga II“ von Fischer Benjamin Stropp. „Am meisten freuen wir uns auf das Steuern, aber da muss immer einer dabei sein“, strahlt Uwe (63).

Verursacher der strahlenden Augen und der fühlbaren Vorfreude für die Bewohner der Wohngruppe Rendsburg-Eckernförde am Pferdemarkt und Berliner Straße ist der Verein Problemtechnik Eckernförde. Seit 17 Jahren schenken sie den Menschen mit Beeinträchtigung zu den Piratentagen eine besondere Kaperfahrt. Vorsitzender Günther Diekmann und sein Team, Uwe Daudert, Uwe und Birgit Voigt, Annegret Voigt und Detlef Mielke,haben Freude an ihrem ehrenamtlichen Engagement. „Das größte Dankeschön ist die Freude in den Augen der behinderten Menschen. Viele der teilweise bis zu 40 Teilnehmer haben schon ihr festes Boot und natürlich auch ihren Skipper. Begehrt sind die Urkunden, die es nach der Fahrt nicht nur für die Crew, sondern auch für den Skipper gibt.“

Nach dem Anlegen der Sicherheitswesten geht es an Bord, keiner bleibt zurück, die Helfer ermöglichen es, allen Piraten an Bord zu kommen. Dann erklingt das Signal „Leinen los“, und mit dem Sicherungsboot der Freiwilligen Feuerwehr geht es unter die Holzbrücke hindurch, raus aus dem Hafen bis nach Aschau. Nach der Überquerung der Bucht führt die Korso-Fahrt über Hemmelmark, am Kranzfelder Hafen vorbei wieder zurück in den Innenhafen. Die helfenden Hände haben alles für die Gäste und Skipper vorbereitet – 175 geräucherte Rollmöpse, Bratwurst und alkoholfreie Getränke laden zum Verweilen ein. Die Besatzungen der „Nemo“ (Gerd Steffen), „Merle“ (Ulli Karpowski), „Tante Agnes“ (Albert Rauschenberger), „Ida“ (Erwin Ziegler), „Seebär“ (Horst Zobott), „Inga II“ (Benjamin Stropp), „Silber III“ (Bernd Hammer), „Triton“ (Werner Thomsen), „White Pearl“ (Robert Pöhls) und „Seebär“ (Dominik Karpowski) sind stolz und glücklich, wieder im Heimathafen eingetroffen, danach gibt’s unter lauten „Hurra-Rufen“ die Urkunden. Auch im nächsten Jahr wird es wieder eine Kaperfahrt geben. Dafür werden die ehrenamtlichen Helfer und die Sponsoren, wie „Eichhörnchen“-Wirt Gerd Valentin , sorgen.


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen