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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 23:25 Uhr

Green Screen : „Wir nennen es das Bonbonkino“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Freiluft-Filmabend in der Bonbonkocherei hat eine Auswahl aus zehn Jahren Green Screen gezeigt. Höhepunkt war Philipp Hoys Dokumentation über das Leben unter der Mole.

Eckernförde | Volles Haus und gute Stimmung in der Bonbonkocherei: Beim Freiluft-Filmabend lag der Fokus auf Kurzfilmen des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen, von denen eine Auswahl der letzten zehn Jahre gezeigt wurde. Von den Filmemachern war der 18-jährige Schüler Philipp Hoy aus Eckernförde anwesend. Er wird auch in diesem Jahr beim Naturfilmfestival mit einem Filmbeitrag vertreten sein. Mit seinem Kurzfilm konnte er im Innenhof der Bonbonkocherei zeigen, welches Talent in ihm steckt.

Sein Film war denn auch der Höhepunkt der Veranstaltung. Mit einer einfachen Kamera fing er ergreifendes und wunderschönes Filmmaterial unter der Mole am Hafen ein. Es zeigt die Unterwasserwelt und die verschiedenen Fischschwärme der Ostsee: „Meine Absicht war es zu zeigen, wie schön die Ostsee ist. Mittlerweile bin ich nun auch auf eine qualitativ hochwertigere Kamera umgestiegen.“

Eingeleitet wurde mit einem Kurzfilm, der die Flora und Fauna auf den Seychellen und auf Island zeigt. Es folgten verschiedene Animations-, Zeichentrick- und Naturfilme. Neben amüsanten Momenten gab es auch zutiefst berührende Botschaften. Festivalleiter Gerald Grote führte in gewohnt humorvoller Weise durch das Programm der Kurzfilmvorstellung. „Wir nennen es das Bonbonkino“, so Grote. „Überall, wo wir eine Leinwand aufstellen, ist für uns Kino.“ Green-Screen-Geschäftsführer Markus Behrens betonte, dass das bereits zum vierten Mal stattfindende Bonbonkino die Mutterveranstaltung der Green-Screen-Open-Air-Reihe sei. Heike Herbst, mit ihrem Mann Hermann Hinrichs Inhaberin der Bonbonkocherei, erzählte: „Bereits nach ganz kurzer Zeit waren alle Einlasskarten für den heutigen Abend verkauft. All unsere Einnahmen werden unserem direkten örtlichen Nachbarn Green Screen gespendet.“ Für musikalische Unterhaltung an Akkordeon und Klarinette sorgten die Musiker Meike Salzmann und Ulrich Lehna, für das leibliche Wohl gab es Bratwurst und Getränke.

Auch das Green-Screen-Festival am 14. September verspricht viel: Philipp Hoy wird seinen neuen Kurzfilm „Kalmare vor der Haustür“ zeigen. Zu sehen sind darin unter anderem die selten vorkommenden Zwergkalmare, die der Schüler bei einem Nachttauchgang vor der Mole aufnehmen konnte. Im letzten Jahr hat er beim Jugendfilmpreis den zweiten Platz geholt, die Teilnehmer des Bonbonkinoabends drücken die Daumen, dass es dieses Jahr der erste Platz wird.

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erstellt am 05.Sep.2016 | 05:47 Uhr

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