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Eckernförder Zeitung

21. April 2014 | 09:32 Uhr

Tiefbauarbeiten - Winterschlaf in der Käthe-Kollwitz-Straße

vom

Früher Wintereinbruch und anstehende Festtage sorgen für Unterbrechung der Tiefbauarbeiten / Fortsetzung am 7. Januar 2013

Eckernförde | Mit dem Schnee, Eis und Frost ist Ruhe in die Großbaustelle Käthe-Kollwitz-Straße eingekehrt. Seit dem 29. Oktober wird die Straße einschließlich der Versorgungsleitungen komplett erneuert, seit 14 Tagen heißt es dort: Nichts geht mehr. Die vergangenen milden Tage haben daran nichts geändert - zieht eine Baufirma ihre Leute erstmal von der Baustelle ab und stehen Weihnachten und Silvester vor der Tür, ist Schicht im Schacht.

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Der frühe Wintereinbruch hat das ansonsten rege Treiben der Bauarbeiter Anfang Dezember zum Erliegen gebracht. Die alte Straßendecke und die alten Leitungen sind abgefahren, die in vollem Gang befindlichen Erdarbeiten zum Aufbau der neuen Fahrbahn und die Verlegearbeiten für die Kanäle und Leitungen wurden unterbrochen. Der weitere Ausbau der schmalen, aber mit 1500 Fahrzeugen pro Tag auch viel befahrenen Zubringerstraße zu den Wohngebieten Bystedtredder, Klaus-Groth-Straße, Kurt-Pohle-Straße, Hermann-Ivers-Straße, Langemarckstraße und Rudolf-Kinau-Straße soll wegen der Witterung und der anstehenden Feiertage erst im neuen Jahr fortgesetzt werden. Das sagte der Chef der Tiefbauabteilung im Rathaus, Axel Sperber, gestern auf EZ-Anfrage.

Das Bauamt hat sich den 7. Januar 2013 als Termin für die Wiederaufnahme der Tiefbauarbeiten notiert. Machen Eis und Frost keinen weiteren Strich durch die Rechnung, wird der vorgesehene Zeitplan trotz der jetzigen Unterbrechung auch eingehalten, sagt Sperber. "Die Zeitpläne sind nicht gefährdet, weil darin Frosttage und eine entsprechende Reserve berücksichtigt sind." Nach Stand heute sei der 30. Juli 2013 als Fertigstellungstermin für die Käthe-Kollwitz-Straße nicht gefährdet. Den etwas verspäteten Beginn der Bauarbeiten begründete Sperber mit der längeren Phase der Auftragsvergabe sowie dem zeitlichen Spielraum, den die Baufirmen beim Einrüsten und Vorbereiten der Baustelle haben - "14 Tage müssen Sie schon gewähren." Der Bauamtsmitarbeiter wies darauf hin, dass die Stadt Eckernförde keine Einspruchsfrist bei Aussetzung der Arbeiten durch das beauftragte Unternehmen habe. Entscheidend sei die Einhaltung des Fertigstellungstermins.

Anwohner hatten sich über die Beeinträchtigungen durch die Absperrzäune auf den ohnehin schmalen und schrägen Gehwegen beschwert. Zudem wird befürchtet, dass die Blockierung der Grundstückszufahrten länger als unbedingt nötig dauern und die Unterbrechung der Arbeiten zu Mehrkosten führen werde. Er könne die Unannehmlichkeiten der Anwohner zwar verstehen, sagte Sperber, diese seien angesichts der Komplettsanierung aber nicht zu vermeiden. Von einem Zeitverzug hinsichtlich des Übergabetermins könne aber keine Rede sein. Sollten während der Bauphase unvermeidliche Anlieferungsprobleme für Anlieger auftreten, müsse man diese im Einzelfall besprechen und lösen.

Beim Ausbau der Käthe-Kollwitz-Straße - Kosten 400 000 Euro - ist es zu Mehrausgaben gekommen: Beim Straßenbau hat die Entsorgung des schadstoffbelasteten Asphalts für zusätzliche Ausgaben von rund 23 000 Euro gesorgt. Die Anlieger werden hieran laut Gebührensatzung zu 65 Prozent beteiligt. Die Mehrkosten in etwa gleicher Höhe für die Kanalarbeiten trägt die Stadt allein.

von Gernot Kühl
erstellt am 21.Dez.2012 | 06:21 Uhr

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