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Eckernförder Zeitung

06. Dezember 2016 | 15:11 Uhr

Tüfteln, Rätseln und Spielen : Wenn Mathe richtig Spaß macht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Mathetag der Schule Fleckeby / Schule will „Haus der kleinen Forscher“ werden

Im Klassenraum von Lehrerin Heike Wohlers ist kein freier Tisch zu kriegen. Konzentriert sitzen sich die Grundschüler an den Schachbrettern gegenüber. Ob ein kommender Großmeister unter ihnen sitzt, bleibt abzuwarten, das königliche Spiel macht aber Spaß. Und so werden ganz nebenbei noch die Aufmerksamkeit und das Konzentrationsvermögen geschult. Die zehnjährige Alicia kennt Schach schon von Zuhause. „Ich spiele oft mit meiner Oma“, sagt sie. Wer gewinnt ? „Fast immer ich“, betont sie und auch ihre Mitschülerin Greta (10) rechnet sich kaum Chancen aus: „Alicia gewinnt“.

„Der Mathetag kommt immer an“, weiß Schulleiterin Regina Jansen. Für sie ist es nach 2014 die zweite Veranstaltung, die sich aber schon unter ihrem Vorgänger, Uwe Leopold, an der Grundschule Fleckeby etabliert hatte. Auch wenn Mathematik bei vielen Schülern nicht gerade zu den Lieblingsfächern gehört, beim Mathetag ist das anders. Der Trick: Mit Hilfe von Spielen, Bausätzen und Phänomenen wird Werbung für die Naturwissenschaft gemacht. Es gibt keine Formeln, keine Noten. Unterstützung bekommt das Kollegium auch in diesem Jahr wieder von Lehrer Kai Deissner und acht Oberstufenschülern der Internatsstiftung Louisenlund, die die Grundschüler in den zehn Räumen betreuen.

Mächtig getüftelt wird auch im Mathematikum. Die Experimente dazu hat Bodo Meusel von der Firma EuroScience der Schule zur Verfügung gestellt. So müssen beispielsweise verschiedene Holzwürfel so aufgebaut werden, dass eine Murmelbahn entsteht.

In einer anderen Klasse werden Sudokus geknackt, aus Papier Kraniche, Frösche und Schiffchen gefaltet und Backgammon gespielt. Der kindgerechte Umgang mit Naturwissenschaften ist an der Grundschule in Fleckeby schon seit einigen Jahren Thema. „Die Kinder trauen sich“, sagt Regina Jansen. Sie sollen auf spielerische Weise der Forschung näher kommen und ihre Erfahrungen machen.“ Die Grundschüler sollen neugierig werden und sich für Dinge interessierten. „Wir wollen ihnen dafür die Impulse geben“, so Heike Wohlers, die den Mathematiktag organisiert. Die Lernwerkstatt der Schule, die im vergangenen Jahr eingerichtet wurde, ist ein weiterer Baustein zu dem pädagogischen Konzept.

Das Engagement der Grundschule in diesem Bereich soll 2017 belohnt werden. Dann erhofft man sich als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert zu werden. „Unsere Kolleginnen Svea Hörrmann und Anja Schütt haben bereits erste Fortbildungen dafür besucht“, sagt Regina Jansen. Weitere stehen noch aus. Mit Frauke Ulfig zählt auch eine Lehrerin zum Kollegium, die als Trainerin für das Haus der kleinen Forscher arbeitet.

In Schleswig-Holstein sind derzeit vier Grundschulen, ein Hort und 43 Kindertagesstätten als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert.

 

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erstellt am 27.Apr.2016 | 06:21 Uhr

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