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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 04:17 Uhr

Wenn innere Bilder zeichnerisch sichtbar werden

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim Zeichnen bevorzuge ich das Hochformat, im Gespräch die Tiefe. Das Übermaß schreckt mich ab, und ich ziehe mich gern von Zeit zu Zeit zurück, brauche den Freiraum zum Träumen und Nachsinnen.

Auch wenn es nicht so aussehen mag – ich bin schüchtern, introvertiert. Meine Ausdrucksform ist die Bildersprache.

Für die Fähigkeit, meine inneren Bilder zeichnerisch sichtbar machen zu können, bin ich sehr dankbar. Besonders dann, wenn ich meine Mitmenschen damit erreiche. Ihre Rückmeldung befähigt mich, in Zeiten des Selbstzweifels weiterzuzeichnen.

Das weiße Blatt Papier ist für mich Freiheit und Herausforderung zugleich. Die einzige sichtbare Grenze ist der Blattrand, darüber hinaus wirkt die Freiheit der Phantasie. Die Macht der Phantasie ist grenzenlos.

Trotzdem - oder gerade deshalb – denke ich eigenständig und manchmal quer. Das sind die Momente, in denen ich mich durch Karikaturen ausdrücke oder zu Wort melde. Die Senior_innen-Redaktion der Eckernförder Zeitung bietet mir dafür seit acht Jahren den Raum. Das aufmerksame und herzliche Miteinander und Miteinander-Lachen-Können sowie der zuweilen auch kontroverse Austausch zwischen uns, fördern den gegenseitigen Respekt, erweitern den Blick auf die Welt.

Leonardo da Vinci sagt: „Zeichnen ist so wunderbar, dass es nicht nur das Wirken der Natur beschreibt, sondern auch die Größe des dahinter verborgenen Geheimnisses. Wir können daraus schließen, dass Zeichnen nicht nur Kunst ist, sondern auch heilige Kraft, die es gestattet, die Arbeiten des Allmächtigen sichtbar zu machen.“

Was mich trägt, ist mein Vertrauen in das Wirken dieser liebenden göttlichen Kraft, das Eingebundensein in etwas Größeres und in meine Familie und meinen Freund_innenkreis.


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erstellt am 26.Apr.2016 | 06:26 Uhr

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