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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2016 | 05:16 Uhr

Wehr erlangt höchste Bewertung

vom

Mit der 5. Stufe des „Roten Hahns“ schafft es die Bornsteiner Freiwillige Feuerwehr unter die besten Brandbekämpfer des Kreises

Bornstein | Geschafft! Nachdem die Freiwillige Feuerwehr Bornstein in den vergangenen sechs Jahren die Leistungsbewertungen „Roter Hahn“, Stufen 1 bis 4 erfolgreich absolviert hatte, machten sich am Sonnabend 22 Aktive daran, die Stufe 5, die höchste Stufe, zu erreichen. Nach dem theoretischen Teil am frühen Vormittag im Gerätehaus und anschließender Begutachtung von Fahrzeugen, Material und Ausrüstung durch die Prüfungskommission sowie weiterer Formalien, ging es danach zunächst zum Hof Möller, wo die ersten Übungen zu absolvieren waren.

Unter den Augen von rund 70 Zuschauern, neben Bürgern aus Bornstein unter anderem auch Amtsdirektor Matthias Meins und Kreiswehrführer Mathias Schütte, stand die Höhenrettung auf der Agenda. Eine verletzte Person musste mit Eigenmitteln der Wehr aus dem ersten Stock gerettet werden, wobei die Kameraden die immer wieder faszinierende Technik des „Leiterhebels“ einsetzten. Anschließend mussten die Teilnehmer zeigen, dass sie auch Stiche und Knoten beherrschen, bevor es auf einer nahen Wiese galt, technische Hilfe zu leisten bei einem simulierten Verkehrsunfall.

Christoph Kabon von der Freiwilligen Wehr in Freienwill nahe Schleswig, der die dreiköpfige Prüfungskommission – die beiden anderen Bewerter kamen aus den Kreisen Segeberg und Dithmarschen – leitete, stellte bereits nach der ersten Übung fest, dass es sich bei den Bornsteinern um eine „hochmotivierte Wehr“ handelt, und zeigte sich mit dem Verlauf der ersten Übungen sichtlich zufrieden. Mathias Schütte schlug in die gleiche Kerbe: „Ich bin bislang vollkommen zufrieden. Die Kameraden sind bis in die Haarspitzen motiviert, und die Wehr zeigt einen hohen Ausbildungsstand.“

Laut Schütte gibt es bislang im Kreis Rendsburg-Eckernförde fünf Wehren, die die Stufe 5 des Roten Hahns erreicht haben, Bornstein wäre die Sechste. „Und die Erste im Bereich des Amtes Dänischer Wohld“, wie Amtsdirektor Meins nicht ohne Stolz hinzufügte und besonders das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder lobte, die in ihrer Freizeit nicht nur Brände bekämpften oder technische Hilfeleistungen erbächten, sondern auch gesellschaftlich und kulturell für die Gemeinden eine wichtige Rolle spielten und zudem eine gute Jugendarbeit leisteten.

Noch aber stand den 22 Teilnehmern – insgesamt hat die Bornsteiner Wehr 26 Aktive – die letzte Übung bevor. Aus drei Vorschlägen der Wehr hatte die Prüfungskommission einen Vorschlag ausgesucht, der erst unmittelbar vorher bekanntgegeben wurde: ein Schwelbrand in einem Anbau auf Hof Newe mit drei vermissten Personen. Und um es nicht ganz so leicht zu machen, hatten die Bewerter zwei Lageänderungen eingebaut. Gleich zu Beginn verletzte sich der Maschinist beim Aussteigen aus dem Fahrzeug, und während der Brandbekämpfung verletzte sich einer der Kameraden und musste von den anderen aus dem verqualmten Gebäude geborgen werden.

Unterstützt wurden die Bornsteiner durch das DRK aus Gettorf, welches mit zwei Fahrzeugen angerückt war und die „Verletzten“ übernahm.

Den nach der Übung anstehenden Krustenbraten hatten sich die Beteiligten redlich verdient. Und trotz eines kleinen Fehlers bei der letzten Übung – es wurde übersehen, eine Tür zu sichern – sind sie nun die erste Wehr im Amtsbezirk und die gerade mal sechste im Kreis, die die Stufe 5 des Roten Hahns erreicht hat. „Wir haben in letzter Zeit täglich geübt, und die Gemeindearbeit blieb liegen“, sagte Bürgermeister Claus Biehl, selbst Aktiver und am Sonnabend mit von der Partie. „Aber ich bin stolz, dabei zu sein.“

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erstellt am 05.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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