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Eckernförder Zeitung

23. März 2017 | 17:39 Uhr

Waldkindergarten in den Startlöchern

vom

Initiative will Stadt als Träger gewinnen / Eltern zur Mitarbeit aufgefordert

eckernförde | Der Ruf nach einer naturverbundenen Früherziehung wird lauter: Mutter und Lehrerin Kerstin Boelsen und Waldpädagogin Daniela Pehlgrim organisierten am Donnerstagabend im Holthuus einen Initiativkreis zur Planung eines Strand-, Natur- und Waldkindergartens in Eckernförde. Die Idee steht, und einige Eltern und Erzieher sind bei dem Projekt dabei, für das sich die Gruppe bis zum Februar bei der Stadtverwaltung bewerben muss, um mit dem ersten Waldkindergarten Eckernfördes starten zu können. Doch bisher blieb die Teilnahme an den Treffen mit Kerstin Boelsen und Daniela Pehlgrim eher verhalten - Nachfrage jedoch bestehe, sind sich die beiden Frauen sicher, die nun an interessierte Eltern appellieren, um bald die Stadt als Träger gewinnen zu können.

"Es wird kein Kindergarten werden, in dem Eltern ihre Kinder morgens um acht Uhr ungewickelt bei uns abgeben, jeder wird seinen kleinen Teil dazu beitragen", sagt Kerstin Boelsen, Lehrerin an der Gorch-Fock-Schule. Bereits im vergangenen Jahr gab es eine Diskussion, als fünf Eltern nach einem alternativen Kitaplatz für ihren Nachwuchs in Eckernförde gesucht hatten. Inzwischen seien alle fünf Kinder in Regelkindergärten untergebracht, so Boelsen, doch in Zukunft müssten solche Ausweichmöglichkeiten nicht mehr erforderlich sein.

"Auf Baumstämmen klettern und das Gleichgewicht schulen ist wichtig in dem Alter. Natürlich gibt es auch in Regelkindergärten einen künstlich angelegten Spielplatz, aber dieser wird bei schlechtem Wetter meist gar nicht erst genutzt. In einem Waldkindergarten ist das Erleben der Umwelt ein ganz anderes Gefühl, da können sich die Kinder in der richtigen Natur austoben, und das jeden Tag", weiß Boelsen.

Auch Carin Pulkowski, Mutter zweier Töchter, weiß um die Vorzüge eines Naturkindergartens. Sie selbst ließ ihre älteste Tochter in einem Waldkindergarten groß werden: "Ein Kind, das so mit der Natur aufwächst, behält für immer den Bezug dazu. Meine Tochter besucht noch heute regelmäßig ihre Großmutter, die ländlich wohnt, und marschiert da geschminkt und mit Gummistiefeln durch die Wiesen. Im Gegensatz zu meiner Tochter, die in einem Regelkindergarten aufwuchs, hat sie keine Scheu vor Matsch und Pfützen." Die Fähigkeiten, die die Kinder in der Natur lernen, seien unvergleichbar.

Neben Waldpädagogin Daniela Pehlgrim erklärten sich beim ersten Initiativkreis auch noch zwei weitere ausgebildete Erzieherinnen bereit, in dem Kindergarten zu arbeiten.

Gesucht werden noch weitere Eltern - mindestens zehn Kinder aus der Stadt müssten bis zum Einreichen des Antrags Ende Februar gefunden sein. Auch Eltern aus dem Umkreis können sich bei Kerstin Boelsen unter 04351/ 475568 oder bei Daniela Pehlgrim unter 04351/ 893757 melden.

Ein zweites Organisationstreffen im Holthuus am Hässleholm 15 soll in den nächsten Wochen folgen.

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erstellt am 03.Nov.2012 | 07:02 Uhr

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