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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 05:01 Uhr

Brekendorfer Forst : Waldarbeit mit zwei PS

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bodenschonender Einsatz mit Kaltblüter-Gespann im Brekendorfer Forst / Verjüngung des Buchenwaldes

Ganz routiniert und seelenruhig stapfen die beiden Pferde „Konrad“ und „Mairun“ voran, ziehen den Forstgrubber über den laubbedeckten Waldboden, dahinter geht Kay Stolzenburg und lenkt seine beiden Kaltblüter vorbei an den Buchen durch den Brekendorfer Forst. Der Schimmel Mairun ist eine Kreuzung zwischen einer Boulonnaise Stute und einem Schleswiger Kaltblut, Fuchs Konrad ein Schleswiger Kaltblut. Sie sind zwei der sechs Pferde, die Kay Stolzenburg in seinem Betrieb in Güstritz hat.

Drei Tage lang ist der 42-jährige Forstunternehmer mit ihnen in den Buchenwäldern Brekendorfs unterwegs und unterstützt Förster Rainer Mertens. Auf einer Gesamtfläche von rund vier Hektar zieht Stolzenberg mit seinem Gespann Bahnen durch den Waldboden, lockert diesen mit den Zinken des Grubbers, sodass die Bucheckern direkt auf den wasserführenden Mineralboden gelangen und nicht auf der oberen Erdschicht liegen bleiben. „Das erhöht die Keimsicherheit“, sagt Mertens. So wird die Verjüngung der Buchenbestände, die gut ein Drittel des Waldes in Brekendorf ausmachen, gefördert. „Unser Ziel ist ein Dauerwald“, erläutert Mertens, das heißt, ein mehrschichtiger mit ungleichaltrigen Beständen, der in Gruppen verjüngt wird. Es entwickelt sich also auf einer relativ kleinen Fläche ein Bestand an jungen Sämlingen bis hin zum erntereifen Baum. „Wir verjüngen mit den Früchten, die die Natur hergibt“, sagt Mertens, und das sind bei den Buchen die Eckern, die zu Boden fallen und keinem sollen. Da es in diesem Jahr keine Vollmast gab, sondern eine so genannte Sprengmast, also nur vereinzelte Bäume trugen Früchte, soll durch den Einsatz von Kay Stolzenburg nachgeholfen werden. Ein, zwei Jahre wird es dauern, bis die Keine sprießen.

Ohne den Einsatz der Pferde wäre das nicht möglich. Schwere Maschinen würden den Waldboden massiv verdichten, der Wasserhaushalt dadurch gestört werden. Nahezu in ganz Schleswig-Holstein ist Stolzenburg mit seinen vierbeinigen Forstarbeitern im Einsatz, wenn es darum geht, bodenschonend zu arbeiten. 

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erstellt am 02.Dez.2016 | 06:50 Uhr

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