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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 07:13 Uhr

musik im Schloss noer : Von überall her erklingt Musik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

66. Landesferienkurs für Musik auf Schloss Noer: 70 junge Musiker von 14 bis 23 Jahre auf musikalischer Ferienfreizeit. Konzert am Freitag in der Krusendorfer Kirche.

Noer | Von überall her erklingt Musik. Unten im großen Saal probt das Orchester Ludwig van Beethovens Coriolan-Ouvertüre, op. 62, im oberen Stockwerk versucht sich das Blockflöten-Ensemble an „The Fugitiv“ von Karel van Steenhoven, im Kuhhaus improvisiert die Big Band, entwickelt Jazz-Standards, Latin- und Rocktitel.

In diesen Tagen findet auf Schloss Noer zum 66. Mal der Landesferienkurs für Musik statt. Eine Ferienfreizeit für junge Musiker, die unter der Leitung erfahrener Dozenten gemeinsam musizieren und singen möchten. 70 junge Musiker von 14 bis 23 Jahren überwiegend aus Schleswig-Holstein und Hamburg, aber auch aus Niedersachsen, studieren unter der Obhut der Dozenten Gunnar Haase (Orchester), Hartmut Ledeboer (Alte Musik/Blockflöten), Gunta Birzina (Chor) und Heino Tangermann (Big Band/Blechbläser) zehn Tage lang anspruchsvolle Chor- und Instrumentalwerke ein, auch um sie am Freitag bei einem Konzert in der Krusendorfer Kirche der Öffentlichkeit zu präsentieren.

2009, als der Landesmusikrat Schleswig-Holstein die finanziellen Mittel für das Angebot nicht mehr aufbringen konnte, gründeten ehemalige Teilnehmer des Ferienkurses in Hamburg den Trägerverein „Landesferienkurs für Musik“ und übernahmen die Organisation und Trägerschaft des traditionsreichen Landesferienkurses. Darunter auch Orchesterleiter Gunnar Haase. „Das macht mir einfach Spaß“, erzählt er in einer Pause. Für das Orchester sucht er immer auch ein Stück aus, das eine musikalische Herausforderung bedeutet. Beethoven und Schubert seien gut zu schaffen, sagt er. Aber so, wie diesmal die „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski in der Orchesterfassung von Maurice Ravel, da würden alle erstmal denken, wie soll das denn werden. „Aber nach und nach merkt man, dass es richtig gut werden kann.“

Zum diesjährigen Programm gehören Orchesterwerke wie die Coriolan-Ouvertüre, op. 62, von Ludwig van Beethoven, Auszüge aus der Sinfonie Nr. 4 in c-Moll von Franz Schubert und aus dem oben genannten Stück „Bilder einer Ausstellung“, die Chorwerke Ave Maris Stella von Edvard Grieg, die Suite de Lorka von Einojuhani Rautavaara und O Salutaris hostia von Eriks Esenvalds sowie aus der Abteilung Alte Mu-sik/Blockflöten Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 6 und „The Fugitiv“ von Karel van Steenhoven.

Die Stimmung, die im Kurs entsteht, ist immer eine ganz besondere. Dazu trägt auch die Tradition bei, jeden Tag mit einem Lied zu beginnen und abzuschließen und allabendlich gemeinsam zum Wasser zu spazieren. Dadurch entwickelt sich ein ganz besonderes Gemeinschaftsgefühl, das die musikalische Arbeit und das ganze Miteinander im Kurs trägt. Viele der Teilnehmer, die einmal dabei gewesen sind, kommen wieder. So wie Erik Mackensen aus Kiel. Er ist 17 Jahre alt, spielt schon seit über zehn Jahren Blockflöte und ist zum zweiten Mal auf Schloss Noer dabei. „Ich finde es richtig toll, mit anderen Leuten zu musizieren, die etwas können und es richtig drauf haben“, sagt er. „Es ist musikalisch anspruchsvoll, aber immer auch wirklich lustig hier. Freunde findet man auf jeden Fall.“ Wenn er Zeit hat, möchte er im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein. Wer hören möchte, was die Jugendlichen erarbeitet haben, der ist am Freitag, 26. August, um 20 Uhr zum öffentlichen Abschlusskonzert in der Dreifaltigkeitskirche in Krusendorf eingeladen. Der Eintritt ist frei. Für Spenden ist der Verein sehr dankbar.

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erstellt am 24.Aug.2016 | 06:30 Uhr

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