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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 15:44 Uhr

Verdacht bestätigt : Vogelgrippe: Sperrgebiet rund um Fleckeby

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kreis richtet Sperrbezirk ein

Fleckeby | Der Verdacht hat sich bestätigt. Die Geflügelpest hat den Kreis Rendsburg-Eckernförde erreicht. Nachdem bei einem Wildvogel in Fleckeby der gefürchtete Erreger (H5N8) festgestellt wurde, hat das Veterinäramt des Kreises gestern das Gebiet rund um den Fundort zu einem Sperrgebiet (Radius drei Kilometer) gemacht und ein Beobachtungsgebiet (Zehn Kilometer) eingerichtet. Das heißt: Für die Dauer von 21 Tagen darf Geflügel ausschließlich in geschlossenen Ställen gehalten werden. Die Tiere, ihre Eier oder deren Fleisch dürfen nicht aus dem Bestand entfernt werden. Für die Betriebe gelten strenge hygienische Vorgaben.

Der Sperrbezirk umfasst Gebiete nördlich und südlich der B  76. Dazu gehören neben der Gemeinde Fleckeby, auch Güby, Hummelfeld, Kosel, und Teile von Kochendorf. Das Beobachtungsgebiet grenzt an den Wittensee, die Stadt Eckernförde und Lindaunis Auch der Nachbarkreis Schleswig-Flensburg hat ein Sperrbezirk eingerichtet, um ein Überspringen der Geflügelpest auf Nutztierbestände zu verhindern.

Von den Restriktionen in den genannten Gebieten sind auch alle Hunde- und Katzenbesitzer betroffen: Sie dürfen ihre Tiere in den betroffenen Gebieten nicht mehr frei laufen lassen. Bisher nicht gemeldete Geflügelhalter sollten sich kurzfristig beim Veterinäramt melden und ihre Geflügelbestände dort anzeigen. Eine entsprechende amtliche Bekanntmachung ist auf der Internetseite des Kreises Rendsburg-Eckernförde nachzulesen.

Gestern wurden weitere verendete Wildvögel gefunden, unter anderem in Kosel am Langsee und in Louisenlund, teilte René Kinza, Leiter des Ordnungsamtes Schlei-Ostsee mit.

Ralf Dreesen aus Kosel ist Hobbyzüchter. Er hat seine 140 Gänse und rund 200 Enten nun in drei Kühställen untergebracht. Die Kühe, er hält Muttertiere mit ihren Kälbern stehen nun draußen.
Er könne jetzt nur abwarten, „ändern kann ich die Situation nicht“.

Um Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zu beantworten, hat das Land ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist werktags von 9 bis 17 Uhr besetzt. Es ist unter 0431/160 6666 erreichbar.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 06:26 Uhr

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