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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 13:03 Uhr

Jugendwaldspiele in Hütten : Viertklässler erkunden den Wald

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

33. Jugendwaldspiele im Hüttener Forst / Knapp 200 Viertklässler auf Entdeckungstour in der Natur

Jedes Jahr wird der Hüttener Forst für einen Tag zum Klassenzimmer. Statt Mathe und Deutsch erhalten Schüler aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde bei den Jugendwaldspielen Natur-Lektionen. Auch gestern waren es wieder knapp 200 Schüler, die an verschiedenen Stationen Tiere und Bäume erkennen, Forstgeräte benennen und Verhaltensregeln im Wald kennen mussten. Organisiert wurden die mittlerweile 33. Spiele von den schleswig-holsteinischen Landesforsten, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sowie der Waldjugend und finanziell unterstützt von der Eckernförder Bank. Die beim Waldquiz ausgefüllten Fragebögen wurden von zwölf Mitgliedern der Waldjugend ausgewertet und die Klassensieger ermittelt. „Die Jugendlichen wurden für diese Aufgaben von ihren Schulen freigestellt“, sagt Revierförster Thomas Kahn. Die Nachfrage der Schulen an den Jugendwaldspielen sei immer groß, berichtete er. Umso ärgerlicher sei es, wenn Schulen kurzfristig absagen und keine Chance bestehe, andere von der Warteliste einzuladen. Am Nachmittag warteten dann die Förster vergebens auf weitere Klassen. Wie sich dann herausstellte, hatten drei Schulen keine Bestätigung erhalten und waren gar nicht erst angereist. So waren es am Ende lediglich acht Klassen der Astrid-Lindgren-Schule aus Büdelsdorf, der Schule Rotenhof, der Schulen Mittelschwansen, Hüttener Berge sowie der Grund- und Gemeinschaftsschule Eckernförde und der Schule am See, die an den Spielen teilnahmen.

Begleitet wurden die Viertklässler von erfahrenen Förstern und mit Monika Neufang auch von einer Landfrau. Erstmals dabei war Falk Hurrelmann, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises. Als Mitglied der Schutzgemeinschaft erhielt er Thomas Kahns Aufruf. „In ihm schlägt wirklich ein Försterherz“ , konnte Kahn feststellen.

Bevor Falk Hurrelmann im Dezember 2014 den Job im Kreishaus annahm, war der Diplom-Forstingenieur selbstständig in der Forstwirtschaft und Landschaftsplanung tätig. „Ich wäre auch gerne wieder Förster“, sagte er. Für die Jugendwaldspiele habe er sich gut vorbereitet und die Strecke im Wald vorher abgelaufen. Die Arbeit in der Natur, die Waldpädagogik, das mache einfach Spaß.

„Die Rotbuche ist die Mutter des Waldes“, sagte Jörn Winter, Förster aus Bordesholm. Er begleitete gestern die 18 Schüler der Grund- und Gemeinschaftsschule. „Unter der Krone des Baumes verjüngt sich der Wald“, erläuterte er. Das geschlossene Kronendach der Buchen wirke wie ein Zeltdach und schütze den Waldboden vor Wind, Sonneneinstrahlung und vor Austrocknung. Von Jörn Winter erfuhren die Schüler auch, dass Holz ein nachwachsener Rohstoff ist. „Pro Sekunde wächst in Schleswig-Holstein die Holzmenge eines Schuhkartons nach“, betonte er.

 

>Die Klassensieger lesen sie in der morgigen

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erstellt am 03.Jun.2016 | 06:16 Uhr

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