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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 23:25 Uhr

Dorfwoche : Vertrag erneuert Riesebyer Gemeindepartnerschaft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

44. Dorfwoche erlebt Erneuerung des Partnerschaftsvertrags. Konzertabend mit dem Gesangverein in der St.-Petri-Kirche.

Rieseby | Mit einem Musical war die 44. Dorfwoche eröffnet worden. Am Freitag amüsierten sich die Kinder im Festzelt in ihrer Disco und die Altherren spielten schon Fußball, als in der St.-Petri-Kirche die 25-jährige Partnerschaft zwischen Rieseby und Süderholz-Rakow gefeiert wurde. Pastor Jörg Michael Schmidt konnte viele Gäste begrüßen, unter ihnen auch die Freunde aus Süderholz mit Bürgermeister Alexander Benkert, Altbürgermeister Peter Schmidt und Mitgliedern der Feuerwehr.

Die Feierstunde war Anlass, auf die lange Freundschaft zwischen Rieseby und Süderholz, ehemals Rakow, zurückzublicken. Dabei ergriffen auch Personen der ersten Stunde das Wort.

Die kommunale Partnerschaft, die einst aus einer Kirchenpartnerschaft hervorging, stehe auf festen Füßen, das machten alle Redner deutlich. Und weil die Freundschaft Bestand habe und die Verbindungen immer noch lebendig seien, sei die Dorfwoche eine gute Gelegenheit, die freundschaftliche Verbindung neu zu beschließen, sagte Riesebys Bürgermeister Jens Kolls.

Sein Amtsvorgänger Johann Kempe bescherte den Gästen mit seinen Erinnerungen einen Eindruck von den Anfängen. Zusammen mit Pastor Jörg-Michael Schmidt, Willi Kramer, Klaus Jöhnk und dem damaligen Bürgermeister Hans-Wolfgang Dreyer sei man 1987 nach einer neun Stunden langen Fahrt erstmals in Rakow angekommen. Gut könne er sich noch daran erinnern, wie man damals im Mercedes unterwegs gewesen sei und von einem Trabbi auf dem holprigen Pflaster überholt wurde. Seine Dankbarkeit war spürbar, als er von den Freundschaften sprach, die heute noch Bestand haben und die weit über die dienstliche Zusammenarbeit hinausgingen. Diese verbindet seine Familie mit der Familie Mittag.

Alt-Bürgermeister Peter Schmidt, Rakows erster, frei gewählter Bürgermeister, bestätigte das Gesagte: „Für uns war das der helle Wahnsinn, als wir uns 1990 einfach ins Auto setzen und nach Rieseby fahren konnten.“ Er erinnerte daran, dass man damals zwar die gleiche Sprache sprach, sich aber nicht immer verstanden habe. „Wir brauchten viel Hilfe auf unserem Weg zu einer selbstbewussten Gemeinde“. Heute sind die Wege schneller zu bewältigen. Dank der Autobahn sei man in bis zu drei Stunden beieinander, so Bürgermeister Alexander Benkert, der seit Jahren die neue Gemeinde Süderholz vertritt. Sie ist ein kommunaler Zusammenschluss von acht Gemeinden. Aus Sympathie sei Freundschaft geworden, da waren sich alle Redner einig. Und dass man versuchen wolle, die stabile Verbindung fortzuschreiben, war ein ausdrückliches gemeinsames Ziel. „Das Persönliche hält die Partnerschaft vital, die Menschen sorgen dafür, dass die Freundschaft bleibt“, stellte Benkert fest.

In einem Festakt unterschrieben so Jens Kolls und Hartmut Schmidt für Rieseby den neuen Partnerschaftsvertrag, den Alexander Benkert mit nach Süderholz nehmen und dort ratifizieren wird. Zum Erntefest wird eine Abordnung aus Rieseby erwartet, die das Original dann wieder mitbringt.

Den musikalischen Rahmen setzte der Riesebyer Gesangsverein. Mit seiner Auswahl an Liedern, trafen die Sänger unter der Leitung von Valentin Janot den Nerv der Gäste. Mal fröhlich und ausgelassen, mal gerührt und emotional. Damit verstand es der Gesangsverein nicht nur, den Abend zu gestalten, sondern auch das eigene Lebensgefühl zum Ausdruck zu bringen, das die stellvertretende Vorsitzende, Marlies Henke, mit der Liedzeile „Musik ist eine Sprache der Welt, die alle verbindet“, in Worte fasste.

Alt-Bürgermeister Johann Kempe erinnerte daran, dass der erste Vertrag der Gemeinden bei Köm und Bier beschlossen wurde. So war es auch bei der Neuauflage, denn nach der Kirche ging es ins Sport-Bistro, wo auf einer Großbildleinwand historische Fotos gezeigt wurden und eine Broschüre zum Jubiläum erhältlich war.

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erstellt am 06.Jun.2016 | 06:45 Uhr

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