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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 06:57 Uhr

Kirchenschäden : Verspätete Kapellensanierung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Mitte November soll der bereits im Frühjahr 2015 festgestellte Wasserschaden an dem Gotteshaus in Westerthal behoben sein

Windeby | Bald zwei Jahre ist es her, dass an der Kapelle Westherthal Feuchtigkeitsschäden festgestellt wurden. Seit vier Wochen sind nun endlich die Sanierungsarbeiten im Gange. Mitte November sollen sie voraussichtlich abgeschlossen sein. Grund für die lange Verzögerung laut Pastorin Almut Witt: „Wir haben Förderanträge zu spät gestellt.“

Ein Leuchtturm für die Einwohner, schlicht und einfach – und doch ein wichtiger Teil der Gemeinde, so bezeichnet Bauausschussvorsitzender Peter Busch die auf ihrer leichten Anhöhe ruhende Kapelle. „Vor zwei Jahren hatten wir besonders starken Regen“, erzählt er. „Der schlug beinahe waagerecht gegen die Westfassade. Das nahmen wir zum Anlass, uns das Gebäude einmal genauer anzuschauen.“ Anfang 2015 wurde so festgestellt: Der Keller war durchfeuchtet, ebenso wie Teile des übrigen Mauerwerks.

„Mit den Reparaturarbeiten an der Westseite des Gebäudes sollte eigentlich schon im Frühjahr diesen Jahres begonnen werden“, so Busch. Der Kirchenkreis und das Landeskirchenamt, bei denen kurzfristig um eine Förderung für die 23  000 Euro teure Sanierung nachgefragt wurde, hätten jedoch, so Almut Witt, um einen Aufschub der Baumaßnahmen gebeten. Gebracht hat es nichts. Unter anderem weil das Gotteshaus nicht unter Denkmalschutz steht, entschieden sowohl Kirchenkreis als auch Landeskirchenamt schließlich gegen eine finanzielle Unterstützung. „Man hätte uns auch von vornherein nein sagen können“, kommentiert Busch.

Zuschüsse gab es letztendlich von der Gemeinde Windeby (2500 Euro) und vom Förderverein zum Erhalt der Kapelle Westerthal und des Kirchenzentrums Barkelsby (6500 Euro). So konnten mittlerweile Bauarbeiter mit dem Bagger anrücken und die Kelleraußenwand auf der Westseite der Kapelle freilegen. „Die schadhafte Verfugung im Mauerwerk wird von außen erneuert“, erklärt Busch. Von Innen werde durch Injektionen das Mauerwerk zusätzlich verdichtet. So soll künftig das Aufsteigen von Feuchtigkeit verhindert werden.

Der Schaden selbst sei durchaus nicht ungewöhnlich, so Busch. 1954 wurde die Kapelle erbaut. „Bei einem über 60-jährigen Gebäude passiert so etwas schon mal. Es ist ja kein Fels in der Brandung, sondern immer ein bisschen in Bewegung.“ Ein weiterer Grund könnte der lehmige Boden sein, der besonders viel Wasser aufnimmt und es anschließend an das Gebäudefundament abgibt.

Durch häufigen Regen verzögerten sich die Bauarbeiten in der vergangen Woche zwar. Doch in den letzten Tagen gingen die Arbeiten wieder gut voran. „Wir haben heute den Anfüllschutz angebracht“, erklärt Baubetriebsinhaber Michael Huß gestern Vormittag und überprüft noch einmal den Sitz des violetten Hartschaums am freigelegten Außenbereich der Kellerwand. Jetzt muss noch eine Noppenbahn aus Kunststoff befestigt werden, dann wird die Baugrube wieder aufgefüllt – nicht mit dem ausgehobenen Ton, sondern mit Füllboden, der sich besser verdichten lässt. So wird ein späteres Absacken des Bodens verhindert. Im Laufe der nächsten Woche soll dies geschehen sein. „Dann müssen wir nur noch einige Fugen an der Westfassade ausbessern“, so Huß. „Mitte November werden wir wohl mit allem fertig sein.“

Der Kapellenbetrieb ist durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt.

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erstellt am 26.Okt.2016 | 06:00 Uhr

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