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Wasser-Marionetten-Theater : Upps: Ein Tropfen erklärt die Welt des Wassers

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Wasser-Marionetten-Theater aus Lübeck ist zu Gast im Ostsee Info-Center und zeigt die Welt von „H2Upps“, dem Wassertropfen.

Eckernförde | Das Ostsee Info-Center (OIC) selbst hat nahe am Wasser gebaut, mit Blick aufs Meer, mit Aquarien und Fischen und Quallen, Krebsen, Muscheln live im großen wasserhaltigen Informationsangebot. Zum bereits reichlich vorhandenen Wasservorrat kommen in dieser Woche jedoch noch neue Aspekte hinzu: Ein Wassertheater lädt Kinder und Erwachsene zu ganz ungeahnten, weil neuartigen Erfahrungen ein: Unter dem Motto „ H2Upps“ zeigen Anna und Wolf Malten vom Lübecker Wasser-Marionetten-Theater in Zusammenarbeit mit dem OIC ihre Geschichten rund ums Wasser.

„Unser Wassertheater ist kein Quasseltheater“, sagt Anna Malten, Malerin und ehemalige Journalistin. Ihr und ihrem Mann liegt es daran, den Zuschauern – vor allem den Kindern – ohne viele Worte aber einprägsam Eigenschaften des Wassers zu vermitteln. Und das geht am besten mit einer Personifizierung, einem „Upps“ aus Anna Maltens Malkasten. Upps ist eine Fantasiefigur, die sich wie wirkliches Wasser in immer anderen Formen und Zuständen zeigen kann. Immer pfiffig, lustig, zugewandt, ist Upps dann der kleine blaue Wasser-Schlawiner, ganz Teil seines Elements. Dann ist er wiederum gelb und pickelig, mag sich nicht anfassen lassen, sagt, er rieche schlecht, und alle ahnen: Jetzt ist er schmutzig.

Ohne das Wort „Umwelt“ oder „Wasserverschmutzung“ zu nennen, wird aber exakt das augenfällig, wenn „ein böser Mensch“ (Handpuppe) leere Plastikflaschen und Gerümpel ins Wasserbecken wirft, dazu Abwasserleitungen hineinhängt. Dann ist das Wasser gefährlich verfärbt, dann ist H2Upps wieder gelblich krank, und es schwimmen Fischgerippe in der „Brühe“. Kinderrufe werden laut, man will retten, helfen – ja! Schon wird der Müll entfernt, schon wird das Wasser wieder hell und Upps gesund.

Kann man Upps eigentlich richtig sehen? Wenn er als Bestandteil einer Möhre im Wasser auftaucht, kommt entzücktes Lachen aus Kinderkehlen. Bekommt man mit, wie Wasser beim Duschen verbraucht wird, ist das ohne weitere Erklärungen sinnfällig. Denn Nachschub über Regen ist in Sicht, und benutztes Wasser wird in Klärwerken wieder aufbereitet.

Vieles erscheint zunächst rätselhaft, wird nicht in gewohnter Weise wortreich kommentiert. Doch dann wirken sie nach – die leisen Bilder, die Musik, die Vorgänge, und nicht nur die „Großen“ verstehen: Wasser ist überall und in allem, auch in uns – es muss sauber bleiben, es ist lebenswichtig.

Zur Uraufführung am Sonntagnachmittag war der Vorführraum im OIC ausgebucht und völlig abgedunkelt. Kinder und Eltern schauten gebannt nach vorne, wo sparsam und nur punktuell beleuchtet ein sehr lebendiges Schauspiel ablief.

„Upps“ ist von Schulen und Kindergärten vom 14. bis 17. März vormittags bereits ausgebucht, aber nachmittags bis zum 19. März da: 15 Uhr, 5 Euro Eintritt, Anmeldung unter Tel. 04351/726266 oder info@ostseeinfocenter.de.

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