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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2016 | 05:19 Uhr

Finanzausschuss : Üppige Ausgaben für Pumpwerk und Tourismus

vom

Hohe Kosten für Schwedeneck: 14000 Euro für defekte Pumpen, 39000 Euro für Tourismusförderung

Schwedeneck | Reichlich viel zu besprechen gab es im Finanzausschuss der Gemeinde Schwedeneck: Insgesamt 18 Punkte standen auf der Tagesordnung.  Bevor man diese allerdings  besprechen konnte, berichtete Bürgermeister Gustav-Otto Jonas von zwei Bränden, die Schäden an gastronomischen Einrichtungen verursacht hatten. Die „Strandoase“ brannte komplett aus. „Es ist möglich, dass sie die komplette Saison über nicht benutzt werden kann“, sagte Amtsvorsteher Sönke-Peter Paulsen bedauernd. Auch der Brandschaden auf dem Campingplatz beeinträchtige die Gastronomie bis auf weiteres (wir berichteten).

Am meisten Aufsehen erregte im Ausschuss die unumgängliche Reparatur der drei Pumpen im Hauptpumpwerk Surendorf. Dafür muss die Gemeinde rund 14000 Euro bereitstellen. Erst vor drei Jahren wurden diese Pumpen zuletzt repariert. „Diese Häufigkeit ist den Technikern aufgefallen“, betonte Paulsen und ergänzte: „Es laufen Gespräche mit dem Hersteller, denn das kann so nicht weitergehen.“ Man versuche, Alternativen auszuloten, um an dieser Stelle nicht mehr so häufig investieren zu müssen. Dennoch wurde die außerplanmäßige Ausgabe einstimmig beschlossen, denn, so Paulsen: „Wenn die Pumpen ausfallen, haben wir ein Problem. Das Geld muss hier investiert werden.“

Bei der Beratung über die Bereitstellung von 39000 Euro für die Lokale Tourismusorganisation (LTO) kam es von Besuchern der Sitzung zu Fragen über die Höhe der Mittel. Eine Bürgerin wollte wissen, wofür dieses Geld benutzt werde. Bürgermeister Jonas erklärte daraufhin, dass die LTO die Touristikmaßnahmen in einem Maße fördere, der für die Gemeinde sonst nicht zu stemmen sei. Zudem seien die 39000 Euro für vier Jahre angelegt. Es gehe dabei um den Zeitraum von 2018 bis 2022. „Wir sind schon seit fünf Jahren Mitglied“, so Jonas. Die Möglichkeiten, die eine Mitgliedschaft biete, seien das Geld absolut wert. So gebe es auch die Möglichkeit der Projektförderung. Die Frage der Bewohnerin, was für Projekte denn gefördert würden, musste Jonas mit „keine“ beantworten. Er betonte aber, dass jeder gerne Projekte einreichen dürfe. Auf der nächsten Gemeindevertretersitzung will Bürgermeister Jonas zudem einmal genauer über die Möglichkeit sprechen.

Des Weiteren wurden 15000 Euro bereitgestellt, um die Planungen an der Regenentwässerung im Bereich Wischkamper Bogen voranzutreiben. Paulsen betonte, dass die Planungen seit 2013 nicht vorangekommen seien und man mit der Bereitstellung der Mittel die Planungen beschleunigen wolle. Man gebe dem Wasser- und Bodenverband noch bis zum 5. August Zeit, um Fortschritte beim ursprünglichen Plan zu vollziehen. Sollte bis dahin kein Signal kommen, werde die Gemeinde einschreiten und den neuen Plan im dritten Quartal 2016 vorstellen. Im vierten Quartal soll dieser dann beschlossen und 2017 umgesetzt werden.

Abgelehnt wurde der Antrag der Evangelisch-lutherischen Kirche, die die Teilnehmerbeträge in der Kindertagesstätte Krusendorf erhöhen möchte. Begründung dafür ist, dass schon der gewünschte Elternanteil von 30 Prozent bisher nicht erreicht wird.

Vom Ausschuss bewilligt wurden rund 5200 Euro für den Austausch der Therme im Jugendtreff Surendorf. „Die alte Therme ist 22 Jahre alt. Eine Reparatur ist nicht mehr wirtschaftlich“, betonte der Bürgermeister. Auch die zweite  Änderung der Kurabgaben wurde einstimmig an die Gemeindevertretung weitergegeben.

Außerdem wurden 2100 Euro bereitgestellt für die Erweiterung der Öffnungszeiten der Betreuten Grundschule Surendorf. Das Geld soll die zusätzlichen Personalkosten decken. Weitere 7800 Euro werden für eine zusätzliche 17,14-Stundenkraft bereitgestellt, die in der Kindertagesstätte der Elterninitiative arbeitet. Auch die Fortsetzung des Finanzierungssystems in der Kindertagespflege im Kreis Rendsburg-Eckernförde wurde einstimmig angenommen.

Die Errichtung einer Tankstelle für E-Autos wurde vom Finanzausschuss als unsinnig angesehen. Derselben Ansicht waren bereits der Bauausschuss und der Touristikausschuss.

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erstellt am 16.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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