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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 18:27 Uhr

Grossübung in Damp : Übung: Waldbrand bedroht Kliniken

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Katastrophenszenario in Damp: Über 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW bekämpfen Waldbrand

Der Wald brennt lichterloh, Rauchschwaden ziehen über Campingplätze und anhaltender Wind treibt das Feuer in Richtung der Klinikbetriebe, die sich bereits auf die Evakuierung vorbereiten. Es ist nur ein Übungsszenario für den Katastrophenschutz, das sich kaum ein Mensch vorstellen möchte, aber trotzdem passieren könnte. Wie wird man der Flammen Herr? Wie kann Ausbreitung der Flammen verhindern werden? Wie bekommt man das Wasser zur Brandstelle, wenn kein Tanklöschfahrzeug vorhanden ist? Eigentlich kein Problem, weitet es sich aber zur Katastrophe aus, ist es durch örtliche Wehren kaum noch in Griff zu kriegen und kreisübergreifendes Handeln ist angesagt. Wie die Kommunikation untereinander klappt und Ressourcen optimal eingesetzt werden, darum ging es am Sonnabend bei einer kreisübegreifenden Übung, die zunächst auf dem Übungsplatz in Osterrönfeld mit dem Retten und Bergen von Verletzten aus dem Trümmerfeld begann und mit durchaus realistischem Szenenwechsel im Rahmen einer Brandübung in Fischleger bei Damp fortgesetzt wurde - allerdings ohne Rauch und Feuer.

Rollten die einen Kameraden von zwei Wasserentnahmestellen gut 1,5 Kilometer Schlauch in Richtung Brandherd, rückten andere mit Kettensäge Spaten und Harke dem Dickicht zu Leibe, um die virtuellen Flammen durch Nahrungsentzug am Weiterwandern zu hindern. Zwei Wassertransportbereitschaften mit insgesamt 156 Personen aus THW, Feuerwehr und Katastrophenschutz waren daran beteiligt, die vor Ort mit den Szenarien Wasserförderung, Feuersperrschneise und Einsatz von Feuerpatschen konfrontiert wurden.

„Im Ernstfall würden wir mit unserem Tanklöschfahrzeug möglichst nah heranfahren“, erläuterte Einsatzleiter Uwe Wichert und betonte, dass es bei dieser Übung in erster Linie um das reibungslose Zusammenspiel der schnellen Einsatzgruppe „Wasserförderung“ des Katastrophenschutzes ging, die 2014 ins Leben gerufen wurde. Diese ist so aufgestellt, dass sie innerhalb von zwei Stunden einsatzfähig ist und nicht nur lokal, sondern auch länderübergreifend eingesetzt werden kann. „Waldbrand ist nicht alltäglich, da braucht man viel Manpower“, machte auch Michael Münsterburg von der Büdelsdorfer Wehr deutlich. Auch wenn die Waldbrandgefahr in Schleswig-Holstein niedrig ist (2014 gab es zwei und 2015 keinen Einzigen) gilt es für den Fall der Fälle bereit zu sein.

 

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