zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2016 | 05:22 Uhr

Breitbandausbau : Turbo-Internet für fast alle Haushalte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Breitbandzweckverband der Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee und und die Stadt Kappeln haben Ausbauauftrag vergeben / Ende 2017 sollen Haushalte im ersten Cluster angeschlossen sein

Eckernförde | Das schnelle Internet kann kommen. Nicht einmal ein Jahr nach Gründung des Breitbandzweckverbands der Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee und der Stadt Kappeln, konnte die Verbandsversammlung am Mittwochabend in nicht öffentlicher Sitzung die Vergabe des Auftrages für den Ausbau des Glasfaser-Internets beschließen. „Damit ist ein Meilenstein zur zukunftsfähigen Anbindung unseres dünnbesiedelten Raumes an das weltweite Netz gesetzt“, stellte Verbandsvorsteher Hartmut Keinberger stolz fest.

Im nicht-öffentlichen Teil der Versammlung wurden die Angebote von fünf Bewerbern beraten, berichtete Amtsdirektor Gunnar Bock vom Amt Schlei-Ostsee auf EZ-Nachfrage. Das Hauptkriterium bei der Auswahl des künftigen Betreibers war für den Zweckverband, dass möglichst 100 Prozent der Anwohner direkten Glasfaserzugang haben. Als Minimum war man von 90 Prozent Anschlussrate ausgegangen. Tatsächlich ergab die Vergabe nun, dass 95-Prozent der Haushalte in den kommenden drei Jahren die Möglichkeit zum Anschluss erhalten sollen.

„Der künftige Betreiber wird drei Cluster einrichten. Der Bau des ersten Clusters soll planmäßig Ende 2017 beendet sein“, teilte Bock mit. Welche Orte das erste Cluster einschließt, könne noch nicht veröffentlicht werden. Hier müssten vergaberechtliche Fristen eingehalten werden, so Bock. Mit dem Bau des zweiten Clusters soll 2018 begonnen werden. Das dritte Cluster kann dem Vernehmen nach schon 2019 abgeschlossen sein. Es sei ein anstrengendes, rechtlich und technisch herausforderndes Auswahlverfahren gewesen, welches im März mit einer EU-weiten Aufforderung zur Teilnahme an diesem Wettbewerb begonnen hätte, so Keinberger. Insgesamt hatten sich anfänglich neun Unternehmen um eine Teilnahme beworben. Über fünf Angebote wurden nun beraten. Neben der möglichst großen Haushaltsabdeckung war dem Verband die Wirtschaftlichkeit der Angebote sowie die Leistungsfähigkeit des Netzes wichtig. Darüber hinaus galten auch die Endkundenpreise und -leistungen für Internet, Telefonie und Fernsehen als Vergabekriterien.

In etwa drei Wochen soll die Informations- und Werbephase für das schnelle Internet starten. „Durch Bürgerversammlungen, Flyer und Infostände sollen unsere Bürger über das Vorgehen und die Möglichkeiten informiert werden“, erklärte Keinberger. Dann werde auch der Betreiber bekannt gegeben, und es würde Auskünfte über die Endtarife geben.

Das gesamte Projekt wird den Verband circa 31 Millionen Euro kosten. Erfreulich für den Verband, dass eine bisher angedachte Bundesförderung über 6 Millionen Euro nicht mehr benötigt werde, so Bock. Das erleichtere die Umsetzung und führe auch zu einer Beschleunigung, da spezielle Förderbedingungen entfielen. Die Gründe liegen in den guten wirtschaftlichen Angeboten und den inzwischen weiter gesunkenen Kreditzinsen gegenüber dem Zeitpunkt der Fördermittelbeantragung. Für die Planungen und den Bau des ersten Clusters stellt der Breitbandzweckverband 13 Millionen Euro bereit.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 04.Nov.2016 | 06:46 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen