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Eckernförder Zeitung

03. Dezember 2016 | 12:39 Uhr

Jubiläumsfeier : Trotz großer Krisen eine Erfolgsbilanz

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Surendorfer Turn- und Sportverein feiert das 70. Stiftungfest. Sportliche Wettkämpfe und Party am 26. und 27. August.

Schwedeneck | An den 28. August 1946 haben die Surendorfer bis heute schöne Erinnerungen. An diesem Tag gründeten 58 Sportbegeisterte den Surendorfer Turn- und Sportverein (STS). Der erste Vorsitzende wurde Jonny Petersen. Jedoch war es Erwin Scharrenberg, der als Hauptverantwortlicher an der Gründung beteiligt war. Am 26. und 27. August diesen Jahres begeht der Verein sein 70. Stiftungsfest am Vereinsheim.

Die Vereinsfarben Gelb-Blau standen schon zur Gründungszeit und sollen Wasser und Raps symbolisieren. Auch das Vereinswappen ist seit der Gründungszeit unverändert geblieben.

Was viele heute nicht mehr wissen ist, dass der traditionsreiche Verein zwischenzeitlich kurz vor dem Aus stand. Nach einer durchaus erfolgreichen Zeit Ende der 40er-Jahre folgte ein tiefer Fall: In den Vierzigern stellte der STS die beste Fußballmannschaft des Kreises und die Damenhandballmannschaft wurde Pokalmeister. „Da waren wir dem großen THW Kiel nahe auf den Fersen“, sagte Andreas Losch, der stellvertretende Vorsitzende, lachend. Durch interne Unstimmigkeiten und einen starken Mitgliederverlust bestand der STS dann im Jahr 1966 nur noch aus 107 Mitgliedern. „Es ging schon 1959 bergab. Auch die Überlieferung aus der Zeit ist leider sehr schwach“, bedauert Losch.

Es waren Surendorfer Bürger, die ihren Verein retteten. Eine Bürgerinitiative wurde 1972 gegründet. „Da hingen überall in Surendorf Plakate für einen Erhalt des Vereins“, sagte Losch bewegt. Die Initiative zeigte Erfolg. So konnten am 19. Januar 1973 die Abteilungen Sportschießen, Fußball und Tischtennis gegründet werden. Schon 1978 hatte der STS wieder 629 Mitglieder.

Was den Verein auszeichnet, ist der große Zusammenhalt zum Wohle des Vereins. Vieles wurde von den Mitgliedern in Eigenleistung aufgebaut. Allem voran der Bau des Kleinkaliberschießstands (1977) und der noch heute benutzten Seglerbude (1981) schweißten die Mitglieder zusammen. Ein großer Wunsch war zu jener Zeit ein kleines Vereinsheim mit Umkleidekabinen und ein schöner Sportplatz. Der Bau erfolgte im Jahr 1985. „Vorher haben wir uns in einem Bunker aus dem 2. Weltkrieg umgezogen“, erinnerte sich Andreas Losch. Der Sportplatz wird noch heute gehegt und gepflegt. „Der ist schon anstrengend manchmal, aber es lohnt sich“, sagte Pressewart Manfred Daudert lachend. Seit dieser Zeit hat sich der Verein wieder gut gefangen. „Alleine in diesem Jahr konnten zum Beispiel 22 Kinder ihren ersten Gürtel im Judo erringen“, erklärte Andreas Losch stolz. Auch die Schützen sind wieder ein Aushängeschild des STS. Im Luftgewehr Freihandschießen treten sie in der höchsten Schleswig-Holsteinischen Liga an.

Beim Stiftungsfest soll der Platz auch wieder im Mittelpunkt stehen. Am Freitag, 26. August, um 17 Uhr beginnt das Fest mit einem Altherren-Turnier mit zehn Mannschaften. Am Sonnabend, 27. August, startet um 10 Uhr das Kinderfußballturnier auf dem Platz. Höhepunkt ist das Spiel der 1. Herren gegen Büdelsdorf. Bei einem bunten Rahmenprogramm sticht die Tombola zu Gunsten der Kinderkrebsstation am UKSH hervor. Das einzige, was dem 570 Mitglieder starken Verein momentan fehlt ist ein Vorsitzender. Andreas Petersen, der eigentlich das Amt inne hat, ist krankheitsbedingt ausgeschieden. „Da suchen wir jemanden, der sich voll mit dem Verein identifiziert“, sagte Andreas Losch.

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