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Dienstjubiläum : Traumjob Erzieherin: 30 Jahre unterm Regenbogen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Am 15. Januar 1987 nahm Cristina Gerth die Arbeit in der evangelischen Kita auf. Montag wird Jubiläum gefeiert.

Gettorf | Ihre Arbeit ist anspruchsvoller und komplexer geworden. Kinder werden länger betreut, der Pflegeaufwand steigt durch die Krippenkinder, die pädagogischen Anforderungen nehmen zu. Und nicht immer erhält ihr Berufsstand die angemessene Wertschätzung. Doch für Cristina Gerth ist es ein Traumjob.

Vor 30 Jahren, am 15. Januar 1987, begann die heute 51-jährige Gettorferin als Erzieherin in der evangelischen Kita Regenbogen. Erst als Gruppenleiterin, später als stellvertretende Leiterin. Vor zwei Jahren übernahm sie die Leitung von Ingrid Schössler. Auch in der Kita Regenbogen habe sich in 30 Jahren vieles verändert, bestätigt sie. Statt damals 66 Kinder betreuen sie heute in Kita und der 2013 neu gebauten Krippe fast 100 Kinder. Sie führt das auf die veränderten Lebensumstände der Eltern zurück. Während es vor 30 Jahren noch drei Mütter pro Gruppe waren, die zur Arbeit gingen, seien es heute drei Mütter oder Väter, die zu Hause bleiben, erzählt sie. Die Kinder bleiben nicht mehr von 8 bis 12 Uhr, sondern im Regelfall von 8 bis 14 Uhr oder in der Familiengruppe in der Krippe sogar bis 16 Uhr. Die Kinder aber, findet sie, auch wenn das öfter behauptet werde, seien nicht viel anders geworden. „Sie sind genauso fröhlich wie damals, mit viel Energie, Interessen und Themen.“

Wenn Cristina Gerth auf ihre 30 Kita-Jahre zurückblickt, sind ihr vor allem die Ausflüge in Erinnerung geblieben. Sie besichtigten den Rettungshubschrauber aus Rendsburg, durften bei Eismann Paco selber Eis machen, erhielten auf der Isarnho-Farm in Gettorf einen Einblick in die moderne Landwirtschaft, besuchten Polizei und Feuerwehr oder das Aquarium in Kiel.

Die christliche Gesinnung hat einen hohen Stellenwert in der Kita. „Vor allem im sozialen Miteinander“, macht die Kita-Leiterin deutlich, nennt Werte wie miteinander zu teilen, Rücksicht zu nehmen, dem anderen zu verzeihen und sich zu respektieren. „Jeder ist so in Ordnung wie er ist, egal woher er kommt oder wie er aussieht“, betont sie. „Das ist es, was unsere Kita ausmacht.“

Dazu kommen Angebote wie der freitägliche Gottesdienst, Tischgebete im Alltag, das weihnachtliche Krippenspiel mit Chor, Gesang und Schauspiel oder die Spurensuche nach Gott in der Natur. Auch wenn sich Kirche und Gemeinde als Träger verändern, die Zusammenarbeit sei wirklich sehr gut.

Und im Team sowieso, versichert Cristina Gerth. „Wir sind offen, fröhlich und halten zusammen, auch wenn es personell mal eng wird.“ Insofern sei es tatsächlich ihr Traumjob. Das Singen, Spielen und die Spontanität im Zusammensein mit den Kindern, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten, das sei immer wieder anders. Nach 30 Jahren habe sie sogar schon Kinder ihrer ersten Kita-Kinder dabei, fügt sie hinzu. „Es ist einfach toll, wenn man sieht, dass aus ihnen etwas geworden ist.“

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