zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 15:47 Uhr

SONDERAUSSTELLUNG : Tiere müssen den Fotografen zulassen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der Reihe „Künstlergespräch im Museum“ begrüßte Dr. Dorothee Bieske am Sonntag den preisgekrönten Filmemacher Heiko De Groot. Am 1. September ist vorab sein Beitrag „Der Elchdetektiv“ für Green Screen im Museum zu sehen.

Die Narbe auf der Nase des Löwen ist sehr gut zu erkennen. Mit seinen Augen scheint das Raubtier den Betrachter zu fixieren. „Was total wichtig ist, sind die Augen der Tiere“, erklärt Heiko De Groot. Über die Augen, die die Ebene der Emotionen ansprechen, könne der Betrachter sich auf das Tier einlassen und mit ihm in einen Dialog treten. Der preisgekrönte Filmemacher hat den Löwen vor zwei Jahren in Südafrika fotografiert. Das Foto gehört zur Sonderausstellung „Wildwunder“, die das Museum zurzeit präsentiert. Am Sonntag begrüßte Museumsleiterin Dr. Dorothee Bieske den Filmemacher im Museum zum Künstlergespräch.

Ein Alligator in den Everglades in Florida, ein Hirsch auf Gut Balmoral in Schottland, Mutterschaf und Lamm auf dem Deich in Westerhever, ein Elefant in Assam (Indien), ein Rotmilan in Wales oder Moorfrösche im Sachsenwald bei Hamburg – die Motive für seine Fotos findet der 45-Jährige entweder nebenbei auf Drehreisen oder auf privaten Ausflügen in die Natur. „Fotografie ist für mich ein Trieb, mich in der Natur aufzuhalten“, verrät der Hamburger den Besuchern. „Man geht in den Wald und sitzt im extremen Fall 14 Stunden.“ Alle Bilder seien nur entstanden, weil die Tiere es zugelassen hätten. „So ist es jedes Mal ein ganz spezieller Moment.“ Der Filmemacher, Autor, Regisseur und Fotograf produziert seit 2007 Langformate für ARD, Arte, NDR und WDR. Auch in Eckernförde ist er bekannt. Auf dem Green-Screen-Naturfilmfestival war De Groot bereits mit mehreren Beiträgen vertreten.

Alle Fotos werden auf Leinwand präsentiert und muten teils wie Gemälde an. So das Foto des Elefanten in Assam, den er in einer Wildtierklinik fotografiert hat. Diesen hat De Groot im Detail aufgenommen, so dass jede einzelne Hautfalte zu sehen ist – nur das Auge verrät dem Betrachter, dass es sich um ein Lebewesen handelt. „Hier war Intimität machbar. Bei vielen anderen Tieren ist das nicht möglich.“

>

Sonderausstellung „Wildwunder“ im Museum bis 25. September. Am Donnerstag, 1. September, zeigt das Museum vorab De Groots Beitrag „Der Elchdetektiv“

für das diesjährige Green Screen Naturfilmfestival, 18 Uhr,

der Filmemacher ist anwesend

.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 30.Aug.2016 | 05:26 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen