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Eckernförder Zeitung

27. Juli 2016 | 23:04 Uhr

Eckernfördes Brandschützer : THW-Ehrenkreuz für Meint Behrmann

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Besondere Auszeichnung auf der Jahresversammlung für Eckernfördes Feuerwehrchef Meint Behrmann

Bis weit nach Mitternacht dauerte die Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Eckernförde am Freitagabend. Am Ende wurde Wehrführer Meint Behrmann eine unerwartet hohe Ehrung zu Teil. Nach seiner Wiederwahl für sechs Jahre als Wehrführer und der Ehrung für 30-jährige Mitgliedschaft krönte die Gästevertretung der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk die außergewöhnlichen Leistungen des Hauptbrandmeisters mit dem THW-Ehrenzeichen in Bronze, das jährlich bundesweit nur 25 Mal an Nicht-Angehörige verliehen wird.

„Sie stellen sich immer wieder aufs Neue selbstlos in den Dienst der Allgemeinheit und bewahren die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt und im Umland vor Schaden, Leid und Not. Sie fragen bei Ihrem Einsatz nicht danach, was bekomme ich dafür, wenn ich anderen helfe, sondern das ist für Sie eine selbstverständliche Verpflichtung“, sprach Bürgermeister Jörg Sibbel Dank und Anerkennung für die stete Einsatzbereitschaft aus. Sibbel hob aber auch hervor, dass dieser ehrenamtlichen Tätigkeit in der Öffentlichkeit zu geringe Beachtung geschenkt werde. „Deshalb halte ich es für wichtig, die Freiwillige Feuerwehr deutlich in den Mittelpunkt unserer Wertschätzung zu rücken.“

„Ich bin sehr zufrieden, was wir alle zusammen geschafft haben“, sagte Meint Behrmann rückblickend. Sein Hauptziel sei, Ruhe und Zufriedenheit in der Feuerwehr zu erhalten. Anerkennung, Wertschätzung, Dank und Respekt seien die Grundlagen einer guten Kameradschaft. „Es ist für mich auch eine Ehre Gemeindewehrführer zu sein.“

Mit 91 aktiven Mitgliedern ist die Einsatzabteilung die größte der letzten 20 Jahre, und bei 24 Mädchen und Jungen in der Jugendabteilung, 19 in der Ehrenabteilung, 137 fördernden Mitgliedern sowie acht Zweitmitgliedern verfügen die Eckernförder Brandschützer zurzeit über 279 Mitglieder.

Von den insgesamt 302 Einsätzen des vergangenen Jahres fielen 240 auf Notfalleinsätze mit Alarmierung, darunter 29 außerhalb des Stadtgebiets in Amtshilfe für andere Wehren. 145 Einsätze wurden am Tage und 95 in der Nacht durchgeführt, allen voran der Dachstuhlbrand am 1. Juli in der Nicolai-Straße, bei der durch schnelles Eingreifen die Ausbreitung des Feuers in der eng bebauten Altstadt verhindert werden konnte. In den fünf Tagen darauf mussten 35 wetterbedingte Einsätze gefahren werden. 53 Einsätze standen an, bei denen Menschen in Not geraten waren. Zu Wasser wurden 54 Tauchdienste mit 123 Tauchgängen und zehn Einsätzen von der Tauchergruppe absolviert, die aus drei Tauchern der Stufe III, acht Tauchern der Stufe II, zwei Lehrtauchern, einem Leiter des Tauchdienstes sowie einem Taucharzt besteht. Drei Kameraden befinden sich in Ausbildung zum Taucher.

Zahlreiche Großprojekte wurden in 2015 umgesetzt, wie die Beschaffung eines Feuerwehr-Pkw-Anhängers, eines Rettungstransportboots, eines Gerätewagen Logistik 2 mit 17 Rollwagen, der Bau einer neuen Fahrzeughalle sowie einer modernen Funkfernmeldezentrale. „Aktuell sind wir in der Beschaffungs- und Ausführungsphase einer Sechs-Garagenanlage sowie eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs 20“, so der Feuerwehrchef. Die Witterung der letzten Jahre hat der Garagenanlage zugesetzt. Eine Instandsetzung ist nicht mehr wirtschaftlich. Der Neubau dieses Jahr abgeschlossen werden.

Geplant ist außerdem der Kauf eines Hubrettungsfahrzeugs DLA (K) 23/12 und Fertigstellung der Garagenanlage für die Feuerwehr oder Planung zur Ersatzbeschaffung eines Einsatzleitwagens.

Von einer gesunden Kassenlage konnte Kassenwart Dirk Marx berichten, aus dem Bericht der hauptamtlichen Gerätewarte geht hervor, dass annähernd 7000 Liter Kraftstoffverbrauch mit 13 Fahrzeugen zu Buche schlugen, die insgesamt 25  000 Kilometer zurücklegten.

Positiv sieht der Beauftragte für Brandschutzerziehung und -aufklärung der Bevölkerung, mahnt jedoch an, diese Aufgabe nicht mehr allein bewältigen zu können. Umsichtiges Verhalten seiner Kameraden führte der Sicherheitsbeauftragte (SiBe) Andreas Stapelfeldt darauf zurück, dass es „nur“ zu drei Unfallanzeigen im Laufe des Jahres kam.  









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